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„Ein Netz für Kinder“ sofort überarbeiten

Im Rahmen des von der Bundesregierung gemeinsam mit der Industrie initiierten Projektes „Ein Netz für Kinder“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende November auch die Suchmaschine „fragFINN“ freigeschaltet. Dort soll ein „geschützter, speziell für Kinder geeigneter Suchraum“ geschaffen werden. Weitere Angebote sind in Vorbereitung. Was die Regierung allerdings verheimlicht hat: „Ein Netz für Kinder“ soll gezielte „kindgerechte“ Werbung enthalten

und zudem sollen die kleinen Nutzerinnen und Nutzer gleich mit Bezahlangeboten geködert werden.

Dazu erklären Lukrezia Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin, Diana Golze, kinder- und jugendpolitische Sprecherin, und Lothar Bisky, medienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:

Das Projekt „Ein Netz für Kinder“ ist kein für Kinder geeigneter und geschützter virtueller Raum. Die Kinder werden vielmehr den Interessen der Werbeindustrie als hilflose Opfer ausgeliefert. Der Betrieb dieses Angebotes sollte erst nach gründlicher Überarbeitung fortgesetzt werden. Werbung und Bezahlangebote sind nicht mit Kinderschutz vereinbar.

Werbung darf kein automatisierter Teil unseres Lebens sein, schon gar nicht für Kinder.