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Wiedereröffnung des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst

In Anwesenheit von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der Botschafter aus Russland, der Ukraine und Weißrussland wurde heute die neue Dauerausstellung „Deutschland und die Sowjetunion im zweiten Weltkrieg 1941 – 1945″ eröffnet. Im „Kapitulationssaal“, dem historischen Ort der Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945, kamen große Gruppen von Wissenschaftlern und Interessierten zusammen. Auch einige Zeitzeugen waren gekommen: ein russischer General, der an Stalingrad und anderen großen Schlachten teilnahm, eine Soldatin, Ghetto-Überlebende…
Die bisherige Dauerausstellung sei an den aktuellen Forschungsstand angepasst worden, erklärte Museumsdirektor Jörg Morré. Besonders charakteristisch sei die „duale Erzählweise bei der Darstellung der historischen Ereignisse“, so Morré weiter. Der Krieg würde aus der Sicht der deutschen und der sowjetischen Akteure dokumentiert. Dieter Pohl von der Universität Klagenfurt ging in seiner Einführung u.a. darauf ein, dass in den letzten 12 Jahren die Geschichte der Wehrmacht und die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten ausreichend erforscht worden wären, dass es aber über die Rote Armee bis auf den heutigen Tag nicht genügend Erkenntnisse gäbe. Das sei die Aufgabe für die Zukunft.