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Süddeutsche Zeitung vom 30. August: Abschied der Bundestags-“Haudegen“

„Noch vier Tage, dann beginnt der Exodus der Alten. Am Dienstag dürfen Franz Müntefering, Hermann Otto Solms, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Luc Jochimsen zum letzten Mal in den Plenarsaal des Bundestags. Auf der Tagesordnung steht eine Debatte über die Lage in Deutschland. Auch die Kanzlerin wird reden. Um 12.30 Uhr soll alles vorbei sein, dann wird Norbert Lammert die letzte Sitzung vor der Wahl beenden – und das politische Leben der alten Haudegen Geschichte sein.“

Für seinen Artikel sprach SZ-Redakteur Robert Rossmann auch mit mir:

„‚In den fünfziger Jahren war die Gesellschaft jünger als heute‘, sagt Jochimsen. Regiert habe aber Konrad Adenauer. Inzwischen sei die Bevölkerung viel älter, trotzdem würden alle fordern: ‚Jetzt muss mal Schluss sein, mit den Alten.‘ Absurd sei das. Wie wichtig lebenserfahrene Abgeordnete seien, beweise doch etwa Hans-Christian Ströbele. 74 Jahre sei der nun alt, seine Arbeit aber noch immer unverzichtbar für die Geheimdienstkontrolle und manchen Untersuchungsausschuss.“ (…)

„Wichtiger als das reine Alter sei aber die konkrete Lebenserfahrung, findet Jochimsen. Niederlagen eingesteckt zu haben, wieder aufgestanden zu sein, das fehle jüngeren Abgeordneten. Viele kämen direkt von der Universität ins Parlament, die hätten sich kaum ‚im realen Leben geschlagen‘. Es gebe aber ‚halt auch so etwas wie Weisheit – eine Summe aus Erfahrungen, die man in Entscheidungen einbringt‘. In der Politik sei der Wert dieser Weisheit aber leider aus der Mode gekommen.“

Den kompletten Artikel kann man HIER lesen.