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Kultur in Deutschland

Marx gehört jetzt zum Weltkulturerbe

Sie erinnern sich vielleicht? „Ein Gespenst geht um in Europa…“
So beginnt das Manifest der Kommunistischen Partei von Karl Marx. 2013 nun aufgenommen in den Kanon des Welt-Gedächtnisses namens Weltkulturerbe.

Anlass zur Freude? Zum Stolz gar für jene, die Karl-Marx-Texte seit Jahren studieren, lesen und für wichtig halten? Ja und ja – meine ich.

Dass man das allerdings auch anders sehen kann, zeigt der Text der wissenschaftlichen Referentin in diesem Bundestagsbüro, Imke Elliesen-Kliefoth:

„Nun stehen Kapital und Manifest neben der Gutenberg-Bibel, Beethovens Neunter Symphonie und dem Nibelungenlied. Als anerkanntes Kulturgut, schützenswert und irgendwie harmlos. Man könnte meinen, der Kapitalismus hätte mit dieser ultimativen Musealisierung endgültig gesiegt, das Kapital als Geist in der Flasche, sicher hinter Vitrinenglas. Hat doch die Methode des sich Einverleibens das kapitalistische System bisher stets belebt.

Erbe – auch Weltkulturerbe – bedeutet aber immer auch die Frage: nehme ich das Erbe an oder schlage ich es aus? Um hierauf eine Antwort zu finden, braucht es eine Auseinandersetzung mit Marx und seinen Texten. Auf diese Weise kann auch Musealisierung zu Aktualisierung führen. Der zur Begründung der Aufnahme angeführte Einfluss der Marxschen Ideen auf soziale Bewegungen weltweit, er könnte so vitalisiert werden. Gab es doch in den letzten Jahren krisenbedingt ein unvermutetes Comeback von Karl Marx. Was mit Neuauflagen des „Kapitals“, Versuchen dieses auf die Bühne zu bringen und studentischen Lesezirkeln in den letzen Jahren anfing, warum sollte es nicht in sozialen Bewegungen enden?

Da kann man nur auf das Gespür der Jungen Liberalen hoffen, die erst vor wenigen Tagen eine symbolische Sprengung des Ernst-Thälmann-Denkmals in Berlin Prenzlauer Berg vornahmen. Wenn noch die Symbole des real schon lange nicht mehr existierenden Sozialismus derart erregen können, wird vielleicht auch Karl Marx eines Tages dem Kapitalismus wieder etwas Geist entgegensetzen.“


Verbesserter Kulturabschnitt im Wahlprogramm

Der Ständigen Kulturpolitischen Konferenz und den Landesverbänden von Sachsen und Thüringen ist es mit vereinten Kräften auf dem Parteitag am Wochenende gelungen, einen neu verfassten Kulturabschnitt für das Bundeswahlprogramm zu verabschieden. Der Parteitag hat mit überwältigender Mehrheit zugestimmt.

Wir haben jetzt einen in sich stimmigen Text mit allen wesentlichen Forderungen, der unsere kulturpolitischen Positionen zu den wesentlichen Themenfeldern eindeutig zum Ausdruck bringt – auf den wir uns im Wahlkampf beziehen können. Erstmalig hat sich DIE LINKE auf einem Parteitag auch zur Kultur- und Kreativwirtschaft positioniert. „DIE LINKE will sich verstärkt um die Entwicklung dieser Branche bemühen und eigene, linke Akzente setzen“.

HIER der Antrag


26. April ist der Welttag des geistigen Eigentums

Zum Welttag des geistigen Eigentums veröffentlicht DIE LINKE ein 10-Punkte-Papier zum Urheberrecht, eines der aktuell umstrittensten politischen Themen.

Besonders heftig ist die Debatte um den facettenreichen Begriff des „Geistigen Eigentums“. Er ist für Künstlerinnen und Künstler und Kreative ein Synonym für die ideelle und materielle Anerkennung ihrer originären, kreativen Leistung. Zugleich werden mit ihm Verbots- und Ausschlussrechte der Medienindustrie gegenüber der Öffentlichkeit und weitreichende Patent- und Schutzrechte begründet. Der heutige Welttag des Geistigen Eigentums betont den Wert von Kreativität und sollte Anlass für eine Debatte über eine differenzierte Verwendung dieses Begriffs sein. Unabhängig von dieser kontroversen Debatte gibt es dringenden Reformbedarf beim bestehenden Urheberrecht. DIE LINKE im Bundestag stellt deshalb heute ihre zentralen Forderungen zum Urheberrecht in einem 10-Punkte-Papier vor.


Pressemitteilung: EU versenkt Kultur!

Das Fachgespräch am 21. März im Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestages hat eindeutig ergeben, dass das neue Kulturförderprogramm der Europäischen Union, genannt „Kreatives Europa“, nichts mit kreativem Europa zu tun hat, sondern die Kultur zur Sache der Wirtschaft machen will und macht.

Bisher wurden Kultur und Film getrennt gefördert, jetzt wird alles eins. Das hat nichts mehr mit der kulturellen Vielfalt zu tun, die eigentlich Ziel der europäischen Union ist. Nun gehen wir über zu Branchen, kleine Kulturprojekte können gar nicht mehr gefördert werden – und wir müssen ohnmächtig zusehen.

Was zur Zeit in unserem Land diskutiert wird: „Schließt die Hälfte der Theater, Opernhäuser und Museen“ – findet seine Entsprechung auch in Brüssel. Diesem neuen Trend müssen wir uns mit allem, was uns zur Verfügung steht, widersetzen!


Zum Aktionstag „Kultur gut stärken“: Auch in der Linken steht das K für Kultur

Die aktuelle Pressemitteilung von Luc Jochimsen, der kulturpolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag:

Zum 21. Mai 2011 ruft der Deutsche Kulturrat gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes erstmals zum bundesweiten Aktionstag „Kultur gut stärken“ auf. „Die Kampagne setzt ein sichtbares Zeichen für kulturelle Vielfalt und gegen Kulturabbau“, erklärt Luc Jochimsen.  „Was der Kulturrat fordert, sind auch unsere Forderungen. Auch in der Linken steht das K für Kultur“:

Schon 2010 haben wir als erste Fraktion im Bundestag einen Antrag „Soforthilfeprogramm Kultur“ zum Erhalt der kulturellen Infrastruktur einrichten gestellt und sind leider bis heute die Einzigen geblieben.

Auch wir fordern das Staatsziel Kultur. Auch wir streiten für eine Gemeindefinanzreform. Auch wir treten für einen kooperativen Kulturföderalismus ein. Auch wir kämpfen um qualitativ gute Arbeitsbedingungen für die Kreativen und  den Erhalt der Künstlersozialkasse.

Lebendige Demokratie braucht kulturelle Vielfalt. Die Linke gehört zur Koalition der Willigen, um kulturelle Vielfalt zu erhalten!


Ver.di beteiligt sich mit origineller Kampagne am Aktionstag „Kultur gut stärken“

Diesen "Geldschein" finden unter http://kunst.verdi.de/

Ich möchte auf diese originelle Aktion von ver.di im Rahmen der Kampagne „Kultur gut stärken“ des Deutschen Kulturrates aufmerksam machen. Ver.di gibt „Geldscheine“ einer neuen Kulturwährung heraus. Mit dieser kreativen Aktion wird auf die defizitäre Finanzierung von Kunst und Kultur aufmerksam gemacht und gleichzeitig ein Rettungsschirm für den kulturellen Bereich gefordert. DIE LINKE hat sich schon im Januar 2010 mit einem Antrag für ein Soforthilfeprogramm Kultur eingesetzt. Denn „Wer Kultur gut stärken will, muss ausreichende Finanzmittel zur Verfügung stellen“, da bin ich mit Frau Regine Möbius, der Kunst- und Kulturbeauftragten der ver.di, gleicher Meinung.

„Kultur gut stärken“ muss unser aller Ziel sein. Deshalb bitte ich Sie, besuchen Sie am 21. Mai eine der bundesweiten Aktionen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Tage der offenen Tür, Demonstrationen und vieles andere mehr, die zu diesem Thema auch in Ihrer Nähe stattfinden.


Aktionstag „Kultur gut stärken“

Mit diesem Bild werde ich als Kulturmensch und Befürworterin der kulturellen Vielfalt in Deutschland in „Politik und Kultur – Zeitung des Deutschen Kulturrates“ vorgestellt.
Einige Unterstützer des Aktionstages

Es ist mir besonders wichtig an dieser Stelle erneut auf den bundesweiten Aktionstag „Kultur gut stärken“ – einen Tag für kulturelle Vielfalt und gegen Kulturabbau – hinzuweisen. Ich unterstütze diesen Aktionstag, den der Deutsche Kulturrat gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes in diesem Jahr erstmalig ausgerufen hat. Ich möchte diesen Tag, wie viele andere Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft auch, unterstützen und so ein Zeichen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt und gegen den Kulturabbau in Deutschland setzen. Um den 21. Mai 2011 finden bundesweit Aktionen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Tage der offenen Tür, Demonstrationen und vieles andere mehr statt. Der 21. Mai ist dafür ein hervorragend geeigneter Tag, da er als UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt einen Anlass bietet sich mit der Situation und den Perspektiven im kulturellen Bereich auch in Deutschland auseinanderzusetzen.
DIE LINKE setzt sich im Deutschen Bundestag für die Verbesserung der sozialen Lage der Kreativen und für den Erhalt und den Ausbau der öffentlichen Förderung ein. Außerdem fordern wir ein Staatsziel Kultur im Grundgesetz. Somit kann ich sagen, dass das „K“ in DIE LINKE für Kultur steht.
Weitere Informationen zum Aktionstag finden Sie unter www.kulturstimmen.de – der Plattform für kulturelle Vielfalt des Deutschen Kulturrates.


Ein K wie KULTURMENSCH

© Andrea Wenger, Deutscher Kulturrat e.V.

Auf www.kulturstimmen.de – der Plattform für kulturelle Vielfalt des Deutschen Kulturrates – werde ich als Kulturmensch, als Befürworterin der kulturellen Vielfalt in Deutschland vorgestellt. Mit diesem Foto bringe ich meine Sympathie und Unterstützung für den bundesweiten Aktionstag „Kultur gut stärken“ am 21. Mai 2011 bildlich zum Ausdruck – wie auch andere Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Um ein Zeichen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt und gegen den Kulturabbau zu setzen, werden unter dem Motto „Kultur gut stärken“ am Wochenende um den 21. Mai 2011 bundesweit Aktionen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Tage der offenen Tür, Demonstrationen und vieles andere mehr stattfinden. Der 21. Mai wurde ausgewählt, weil er der UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt ist.


Unterstützung des Aufrufs „Unruhe stiften“

1400 KünstlerInnen und Kulturschaffende, andere Persönlichkeiten und Organisationen – darunter auch ich – haben den bundesweiten Aufruf mehrerer KünstlerInnen inzwischen unterzeichnet. Es ist ein Aufruf gegen rechts, gegen die Abwälzung der Krisenfolgen und für die Umverteilung von oben nach unten, gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung – und für die Förderung der kulturellen Vielfalt
Hier der Aufruf:

Wir schätzen den kulturellen Reichtum aller Völker.
Wir wollen das Recht eines jeden Menschen respektiert sehen, seine eigene Kreativität zu entdecken und zu entwickeln.
Wir wollen, dass jeder Mensch Zugang erhält zu den oft Jahrtausende alten Traditionen von Kunst und Kultur.
Diese Traditionen sprechen in einem großen Chor von Menschenfreundlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit. Wie es einst in die ursprüngliche Losung der großen französischen Revolution von 1789 gemündet ist: Freiheit, Gleichheit, Solidarität.
Nichts davon ist zurückzunehmen.

Deshalb brauchen wir Unruhe: weiterlesen …


Das Verschwinden eines Kunstwerkes

Schritt für Schritt hat die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte nun das Emaillewandbild des gerade verstorbenen Künstlers Prof. Walter Womacka,
„Der Mensch, das Maß aller Dinge“, vom Gebäude des früheren Bauministeriums der DDR in der Breiten Straße geborgen. In extra für diesen Zweck gezimmerten Holzkisten wird das Kunstwerk jetzt gelagert, bis es hoffentlich bald einen neuen Platz in Berlin findet und für alle wieder zu sehen sein wird.


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