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Kandidatur für das Bundespräsidentenamt

Interview mit Salve TV

SalveVergangene Woche war ich bei dem Thüringer Internet-Fernsehsender Salve TV zu Gast und wurde von Moderator Wilfried Mohren ausführlich befragt – warum ich mich selbst als junge Journalistin ‚Luc‘ genannt habe, wie ich als Kind den Krieg erlebt habe, woher schließlich meine tiefe Sehnsucht nach Frieden rührt, und weshalb ich für das Bundespräsidentenamt kandidiere.

Hier das Interview


"Wie viel Selbst­erniedrigung erwartet man denn von uns?"

StandardAm Mittwoch hat Andreas Bachmann von der österreichischen Tageszeitung Der Standard ein Interview mit mir geführt – natürlich ging es um meine Kandidatur, warum ich mich dieser Wahl stelle, weshalb wir Joachim Gauck als Staatsoberhaupt ablehnen… Lesen Sie [HIER] das Interview.


Das Presseecho auf meine Kandidatur überschlägt sich heute sozusagen…

… und auch die Anfragen und Zuschriften. Kern sind zwei Fragen und zwei Antworten in einem Interview, welches das Hamburger Abendblatt mit mir geführt hat:

„Was ist Ihre persönliche Haltung?
War die DDR ein Unrechtsstaat?

Die DDR war ein Staat, der unverzeihliches Unrecht an seinen Bürgern begangen hat. Nach juristischer Definition war sie allerdings kein Unrechtsstaat.

Die Mauer, der Schießbefehl – reicht das nicht, um von einem Unrechtsstaat zu sprechen?
Solche Definitionen sollten juristisch und staatsrechtlich haltbar sein. Der Begriff Unrechtsstaat ist es nicht.“

Daraus wurde nun eine ganze Artikelserie gestrickt, von Spiegel Online, der Süddeutschen und vor allem Bild. Tenor: Jochimsen will die DDR einfach keinen Unrechtsstaat nennen. Und deswegen drehe ich jetzt, laut Bild, völlig durch, Hetze und „der Wahlkampf der Linken – er wird immer irrer!“
Ich sage, die Medienkampagne nimmt paranoide Züge an.

Das ist das eine. Ein anderes Beispiel für den Umgang mit Informationen zur Wahl des Bundespräsidenten pflegt die Thüringer Allgemeine. Sie stellt heute die 36 Thüringer Wahlmänner und Wahlfrauen vor, unter dem Titel ELF FÜR WULFF, ACHT FÜR GAUCK. Dass für mich ebenfalls elf Wahlleute stimmen werden, fällt einfach unter den Tisch. Die gibt es nicht, ihre Kandidatin gibt es nicht. Die Thüringer Allgemeine informiert auf bewährte Art und Weise.


DAS INTERVIEW zu meiner Kandidatur

InterviewIch will Friedensstifterin, Vereinigerin und Schirmherrin für die Schwachen und Benachteiligten sein. Über diese drei Säulen meiner Kandidatur für das Bundespräsidentenamt, darüber, was sich in Deutschland ändern muss, welche Hoffnungen und Vorstellungen ich habe… spreche ich in diesem Interview.

Hier zum Video


Auferstanden aus Ruinen: oder vom Tigerpalast ins Schloss Bellevue

TigerpalastAus den vielen Zuschriften zu meiner Kandidatur ist hier ein weiteres Beispiel: von Johnny Klinke, Direktion des Frankfurter Varietés TIGERPALAST.

Verehrte Bundespräsidentin der Herzen, liebe Luc,

Heute Nacht hatte ich einen Traum!
Du warst wirklich Bundespräsidentin!

An Deiner ersten Amtshandlung durfte ich aktiv teilnehmen: Du leitest persönlich die Ausgabe der Winterbrandhilfe an Hartz 4 Empfänger aus dem Osten natürlich im Garten des Schloss Bellevue!

Weltweites Medieninteresse und Gysis gestrige Präsentation füllte sich mit Leben: Eine wunderbare Kandidatin mit West Biographie – und „tiefer Verwurzelung im Osten“. Wie immer in dieser durchgeknallten Medienzeit hat keiner genau zugehört: Er meinte natürlich Deine Verwurzelung im Osten Italiens! weiterlesen …


Diese Stimme zu sein, wäre mir eine Ehre

Auf linksfraktion.de gibt es die wöchentliche Kolumne DIE WOCHE, in der jeweils ein Mitglied unserer Fraktion Schwerpunkte für DIE LINKE umreißt. Diesmal komme ich zu Wort – zu meiner Kandidatur für das Bundespräsidentenamt.

FraktionMeine Kindheit beherrschte der Krieg, deshalb wurde Frieden, Eintreten für den Frieden mein Lebensthema. Meine Jugend nach 1945 prägte die amerikanische Re-Education. Schlüsselbegriffe waren für mich seitdem: Freiheit, Demokratie und Würde des Einzelnen, aber auch das Streben nach Glück. Hessen, Frankfurt, mit dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn, das war meine Heimat, eine Gegenwelt zur Adenauer-BRD.

Sozialismus war für mich nie ein Schimpfwort. Als junge Soziologin und Journalistin erlebte ich dann die Zeit des Kalten Krieges – meine Fähigkeit und mein Wille zur Kritik entwickelten sich: Kritik an bedingungsloser Westbindung, Kritik an der Wiederbewaffnung, Kritik an der Einbeziehung der Nazis in hohen Ämtern, am Umgang mit der Geschichte der Nazi-Diktatur, Kritik am zunehmenden kapitalistischen Einfluss – und der war damals ein Kinderspiel im Vergleich zu heute. weiterlesen …


"Ich weiß, dass es schwerer ist für mich"

100608 LJ stellt sich vor 6-200dpiHeute, kurz vor 7 Uhr lief im Deutschlandfunk folgendes Interview mit mir:

Interview mit Luc Jochimsen, Bundespräsidentschaftskandidatin der Linken

Sie hält Joachim Gauck für nicht geeignet, gegen Christian Wulff habe sie es schwer, doch Luc Jochimsen lässt sich nicht beirren. Sollte sie Bundespräsidentin werden, werde sie versuchen, „die Direktwahl durchzusetzen“.

Gerwald Herter: Die Linkspartei macht wieder einmal ihr eigenes Ding. Auch ihre Vertreter werden Ende des Monats in der Bundesversammlung sitzen, um nach dem Rücktritt von Horst Köhler ein Staatsoberhaupt zu wählen. Dass die Linkspartei den Kandidaten der Bundesregierung, Christian Wulff, nicht unterstützt, wird vielleicht nicht verwundern. Dass aber auch der Kandidat der SPD und der Grünen, Joachim Gauck, von der Linkspartei keine Stimmen bekommen soll, hat Kritik und Mutmaßungen ausgelöst. Darüber habe ich mit der Präsidentschaftskandidatin der Linkspartei, der Bundestagsabgeordneten Lukrezia Luise Jochimsen gesprochen und ich habe sie nach ihren Chancen gefragt, gewählt zu werden. weiterlesen …


Ich will täglich für mehr Frieden in der Gesellschaft werben

Hildburghausen_kleinIm Interview mit CLARA, dem Magazin unserer Fraktion, habe ich über meine Motivation für die Kandidatur gesprochen. Hier sind schon jetzt Auszüge des Gesprächs zu lesen. Das komplette Interview gibt es dann in der nächsten Ausgabe.

Luc, deine Präsidentschaftskandidatur gilt wegen der Mehrheitsverhältnisse als aussichtslos. Warum stellst du dich dennoch zur Wahl?

Erstens braucht man bei einer Wahl mehrere Kandidatinnen und Kandidaten, sonst würde letztlich nur einer oder eine per Akklamation das Amt besetzen. Eine solche Wahl muss aber auch mehr sein, als nur das Duell zwischen zwei Menschen. Zudem habe ich in meinem Leben die Erfahrung gemacht – und das spätestens mit meinem Bundestagsmandat seit 2005 –, dass es nicht nur darauf ankommt, sich sofort nur mit seiner Meinung und Haltung durchzusetzen und zu siegen.

Sondern?

Dass man die Themen, von denen man überzeugt ist, dass sie für die Gesellschaft wichtig sind, aussprechen muss. Auch wenn die anderen sich dafür nicht interessieren und deine Vorschläge im Parlament gnadenlos niederstimmen, passiert etwas Hochinteressantes. Wir haben beispielsweise Anträge zum Frieden, zu Afghanistan und zum Mindestlohn gestellt und alle wurden von den anderen Parteien reflexartig abgelehnt, aber diese Forderungen sind in der Gesellschaft geblieben und wurden von der Bevölkerung für immer wichtiger befunden. Deswegen geht es mir nicht darum, als Siegerin aus dieser Wahl hervor zu gehen, sondern hörbar zu machen, was meine Vorstellungen sind. weiterlesen …


So viele positive Reaktionen …

Brief SitteEs gibt unendlich viel Zustimmung und Ermutigung – in Briefen, E-Mails und Anrufen, die mir sehr gut tun. Hier nur ein ganz besonderer Brief von Willi und Ingrid Sitte.

Hier der Brief


Warum ich für das Bundespräsidentenamt kandidiere

100608 LJ stellt sich vor 13-PK-200dpi

So eine Kandidatur hat immer mit dem eigenen Leben zu tun.

Meine Kindheit wurde durch den Krieg beherrscht. Deshalb wurde Frieden, Eintreten für den Frieden mein Lebensthema. Meine Jugend nach 1945 prägte die amerikanische Re-Education. Schlüsselbegriffe sind seitdem für mich: Freiheit, Demokratie und die Würde des Einzelnen – auch das Streben nach Glück.
Als junge Soziologin und Journalistin erlebte ich dann die Zeit des Kalten Krieges – sie entwickelte meine Kritik.

- Kritik an bedingungsloser Westbindung
- Kritik an der Wiederbewaffnung
- Kritik an der Einbeziehung der Nazis, am Umgang mit der Geschichte der Nazi-Diktatur.
- Kritik am zunehmenden kapitalistischen Einfluss – und der war damals ein Kinderspiel im Vergleich zu heute. weiterlesen …


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