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Presse

Das Parlament: „Hunger auf Kultur“

Die Redaktion der Zeitung „Das Parlament“ hat für eine „Serie über Abgeordnetenbüros“ außergewöhnliche Büros gesucht, die abseits der üblichen Einrichtung auffallen – ja, aus der Masse herausragen. Mein Büro ist außergewöhnlich, nicht aber weil meine eigene Kreativität in diesem Fall ein besonderes Arbeitsumfeld geschaffen hat, sondern vielmehr die, der verschiedensten Künstlerinnen und Künstler, deren Werke die Wände meines Büros zieren. Ich empfinde es als großes Privileg in der unmittelbaren Nähe dieser großartigen Kunstwerke zum Beispiel von Max Beckmann, Lovis Corinth oder aber auch von Udo Lindenberg und Anka Kröhnke meiner Arbeit nachzugehen. Sie inspirieren mich jeden Tag neu…

Hier ein Auszug aus dem Artikel: „Seit ihrer Wahl zur Bundestags-Abgeordneten 2005 setzt sich Jochimsen für den Schutz der Kultur ein – der kulturellen Infrastruktur, aber insbesondere auch der Künstler: „Die kulturelle Wirtschaft wächst zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige. Doch die Kreativen sind so arm wie das Proletariat des 19. Jahrhunderts“, moniert sie. Das sei ein zentrales Thema gerade für ihre Fraktion, findet Jochimsen.

Die Auseinandersetzung mit Kunst begleitet sie aber nicht erst, seit sie Kulturpolitikerin ist, sondern von Kindesbeinen an. Ihre Mutter sei eine „sehr kunstinteressierte Frau“ gewesen, habe Theater und Museen geliebt, erzählt Jochimsen, die 1936 in Nürnberg zur Welt kam, ihre Kindheit aber auch in Wien, Budapest und Düsseldorf verbrachte. An die Zeit des „kulturellen Aufbruchs“ nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, den Jochimsen mit der Familie in Frankfurt „überlebte“, erinnert sie sich gut: „Jazz, die neuen Autoren Tennessee Williams und Arthur Miller, die Inszenierungen des großartigen Theaterintendanten Harry Buckwitz – ich bin da so eingetaucht“, erzählt sie und fügt hinzu: „Ich hatte diesen Hunger auf Kultur, und er hat mich mein ganzes Leben begleitet.“

Autorin: Sandra Schmid

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.


Presse-Echo zur Antisemitismus-Debatte im Plenum

Das Echo in der Presse auf meine  Rede vom Mittwoch im Deutschen Bundestag war groß. Die Zeitungen und Internetauftritte der Magazine sind voll mit Beiträgen darüber:

Focus ONLINE (26.05.2011): Die Abgeordnete Luc Jochimsen warf den übrigen Fraktionen „Doppelmoral“ und „Stimmungsmache“ vor. „Wir brauchen uns nicht abzukehren von irgendetwas. Unsere Parteispitze ist vollkommen klar in der Haltung gegen Antisemitismus. “ Die aktuelle Debatte werde aus „Parteipolitischem Kalkül“ geführt. Es sei aber ein gemeinsames Problem aller Parteien, dass es Antisemiten in der Gesellschaft gebe, „und zwar nicht wenige“. Dagegen müsse man angehen.

 

Neues Deutschland (26.05.2011): Antisemitismus-Schelte für LINKE im Bundestag

Vergeblich appellierte für die Linksfraktion Lukrezia Jochimsen an die anderen, das Thema für eine politische Instrumentalisierung nicht zu missbrauchen. Es sei die „Grundposition der LINKEN, gegen jede Form des Antisemitismus vorzugehen. (…) Weiter ist dort zu lesen, dass das Symbol mit Davidstern und Hakenkreuz auf der Internetseite der Duisburger Linkspartei dort nicht mehr stehe, durch illegale Manipulation hingeraten sei und die LINKE Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt habe.“

 

Frankfurter Rundschau (26.05.2011): Auf Vorwürfe reagierend antisemitische Vorurteile zu schüren und endlich das Existenzrecht Israels anzuerkennen werde ich dort wie folgt zitiert: Genau das habe die Linke längst getan, (…). Sie verwies auf einen Fraktionsbeschluss vom April 2010, in dem die Linke ihre „besondere Verantwortung gegenüber Israel und gegen jede Art von Antisemitismus“ betont. In dem Papier heißt es weiter: „Diese Verantwortung ist nicht relativierbar“

 

Frankfurter Allgemeine (26.05.2011): Vorwürfe gegen die Linkspartei

Die Linke-Abgeordnete Lukrezia Jochimsen verwahrte sich gegen die Vorwürfe; ihre Partei lehne Antisemitismus ganz klar ab. Sie könne es sich einfach machen und darauf hinweisen, dass ausgerechnet die „Globke-Filbinger-CDU und die Mende-Möllemann-FDP“ ihrer Partei diesen Vorwurf machten. Tatsächlich gehe es ihnen um „Stimmungsmache“ gegen ihre Partei.


Nachtrag aus der TA: „Wem gehört das Leben?“

„Die aktuelle Debatte um die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik ist eine ethische Herausforderung. Sie trifft auch in Thüringen innerhalb der Parteien auf ablehnende und zustimmende Positionen.“ – so schrieb die Thüringer Allgemeine am 23. April auf ihrer Sonderseite zu diesem Thema. In dem Artikel „Entscheidung zur PID ist keine Parteipolitik“ hat der Redakteur Christian Fröhlich die Meinungen von Thüringer Bundestagsabgeordneten aller fünf Fraktionen zusammengetragen. Er stellte fest: „Das Thema der Präimplantationsdiagnostik (PID) spaltet alle Fraktionen. So kommt es, dass sogar CDU-Politiker auf einer Linie sind mit den Kollegen der Linken.“ So ist es der Fall bei Manfred Grund von der CDU und mir. Grund ist gegen die PID, weil sie für ihn „Leben auf Probe“ bedeutet. Mich zitiert die Zeitung anschließend wie folgt: „Luc Jochimsen, Thüringer Abgeordnete der Linken, ist inzwischen der gleichen Meinung, nachdem sie anfänglich noch Vorteile der Untersuchung gesehen hatte: ‚Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik muss ich sagen, dass wir bei der PID um eine Selektion von Leben nicht herumkommen. Das darf nicht sein.‘“


Interview in der „Thüringer Allgemeine“

Thüringer Allgemeine, 21.04.2011


Wie verbringen Abgeordnete Ostern?

Die Thüringer Allgemeine hat recherchiert, was Bundestagsabgeordnete aus Thüringen in dieser Zeit  machen.

Thüringer Allgemeine, 18.04.2011

Interview in der Mitteldeutschen Zeitung

In der Freitags-Ausgabe der Mitteldeutschen Zeitung veröffentlicht und auch unter www.mz-web.de nachzulesen.

Sueddeutsche.de griff dieses Interview am Freitagmorgen unter der Überschrift „Wir brauchen ihn absolut“ gleich auf: „Sehnsucht nach Oskar: Luc Jochimsen, früher Linken-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, möchte Ex-Parteichef Lafontaine stärker einbinden – Emnid nennt das Spitzenduo Lötzsch/Ernst ‚Katastrophen‘“.
HIER der komplette Artikel.

Und die Nachrichtenagentur dapd veröffentlichte eine Meldung vom 2011-04-15 07:30 Uhr „Jochimsen fordert stärkere Einbindung Lafontaines“ und zitiert ebenfalls aus meinem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung.


Das Freiheits- und Einheitsdenkmal in der Presse

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass man der friedlichen Revolution  gedenken kann, im 21. Jahrhundert, auf dem Schlossplatz, auf dem Sockel eines kaiserlichen Standbildes.“ Diese Kernkritik habe ich gestern in den ZDF heute-Nachrichten geäußert, nachdem Kulturstaatsminister Bernd Neumann dem Kulturausschuss den Siegerentwurf des Designers Johannes Milla und der Choreographin Sasha Waltz für das Denkmal, das an die friedliche Revolution erinnern soll, präsentierte.
(siehe auch Tagebuch von gestern)

Die Zeitungen sind heute übervoll mit Beiträgen darüber: „Hochgeschaukelt“ schreibt der Tagesspiegel / „Deutschland wirft sich in Schale“ titelt das Neue Deutschland / die Berliner Zeitung kommentiert „Der Bürger in der Waagschale“ und spricht vom geplanten Denkmal als einer „Deutschland-Wippe“ / für Bild.de gleicht das Einheitsdenkmal eher einer „riesigen Obstschale“ …
In vielen Berichten wird auch auf unsere Kritik und die der Grünen hingewiesen, wie beispielsweise in der tageszeitung oder wiefolgt im Kölner Stadt-Anzeiger: „Grüne und Linke standen dem Entwurf zwar grundsätzlich offen gegenüber, kritisierten jedoch das Verfahren. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte, es gehe um ’sehr viel mehr als ein klassisches Denkmal‘. Daher sei eine sehr breite Debatte über Standort und Gestaltung des Denkmals nötig, um eine möglichst große Akzeptanz zu erreichen. Dieser Forderung schloss sich auch die Linksfraktion an. Deren kulturpolische Sprecherin Luc Jochimsen bemängelte auch die mangelnde Einbindung des Parlaments. Wochenlang habe der Ausschuss vergeblich um einen Sachstandsbericht zum Verfahren gebeten und sei dann mit dem Siegerentwurf vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Der Ausschuss werde so ‚zum Abnickgremium degradiert‘.“


Das Goethe-Institut fragt: Wie geht es eigentlich den Frauen?

Frauenrechte in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sind das Thema in der aktuellen Ausgabe des Goethe Magazins des Goethe-Instituts. “Von ihrem Lachen können wir lernen“ meinen auch die Verfasser und haben mir vier Fragen gestellt.

Goethe Magazin: Frauenrechte sind ein wichtiges Thema der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Welche Themen stehen dabei für Sie an erster Stelle?

Lukrezia Jochimsen: Die schwierigste Aufgabe ist und bleibt, Gewalt gegen Frauen überall auf der Welt in ihren vielfältigen Formen zu bekämpfen. Stets wird diese Gewalt als „kulturell“ definiert – von daher ist es auch so besonders kompliziert, Möglichkeiten zu finden, die Gewalt gegen Frauen wenigstens zu reduzieren.

G. M.: Welche Möglichkeiten der Einflussnahme hat die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik überhaupt, um Frauenrechte zu stärken?

L. J.: Bildung, Bildung, Bildung… ist das Fundament, um Frauenrechte zu stärken. Dabei reicht die Einrichtung von Schulen nicht aus, es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, Frauen wirtschaftlich unabhängig von den Männern zu machen – gerade in armen Ländern.

G. M.: Wie wirkt das Engagement der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik nach Deutschland zurück?

L. J.: Bisher sind die Auswirkungen vor allem von erfolgreichen Männern geprägt, die man oder frau als Minister, Professoren, Richter oder Klinikchefs von Peking bis Teheran, von Buenos Aires bis Tiflis trifft, die als Stipendiaten in Deutschland studiert haben.

G. M.: Was können Politikerinnen von ihren Kolleginnen im Ausland lernen?

L. J.: In keinem europäischen Land ist es so schwer wie in Deutschland, als Frau Beruf und Familie miteinander zu vereinen und damit politische Karriere zu machen. Französinnen, Italienerinnen, Britinnen lachen über unser Schulsystem – von den Skandinavierinnen ganz zu schweigen. Von ihrem Lachen könnten wir lernen.

Den gesamten Artikel können Sie hier herunter laden: Artikel-GoetheInstitut


Süddeutsche Zeitung: „Das Ende der Unschuld“

Illustration: Katharina Bitzl

Unter der Rubrik JETZT. DE befasst sich die SZ in ihrer Ausgabe vom Montag mit dem „Ende der Unschuld“ und der Frage: „Muss man sich als Politiker irgendwann von den Idealen und Überzeugungen seiner Jugend verabschieden?“. 20 Bundestagsabgeordnete haben sie dazu befragt. Nachfolgend meine Antwort, die in leicht gekürzter Version in der Zeitung steht, in voller Länge unter www.jetzt.de/unschuld nachzulesen ist.

Politik verlangt von Ihnen die Aufgabe einer bestimmten Individualität. Sie müssen für andere handeln. Insofern verändert sich ihr Denken: Sie gehen den Weg vom Ich zum Wir. Ich glaube zum Beispiel, Guttenberg ist den Weg vom Ich zum Wir nie gegangen und letztlich daran gescheitert. Mit Selbstverwirklichung hat Politik dann natürlich nichts mehr zu tun.
Als Oppositionspolitiker müssen Sie ständig auf das reagieren, was die Regierungskoalition vorlegt. Gestern haben wir in der Fraktion einen Antrag verabschiedet: Sofortiges Abschalten der sieben alten Meiler und bis 30. April das Abschalten aller Atomkraftwerke. Wir wissen natürlich, dass unser Antrag sehr wahrscheinlich wieder von allen Fraktionen niedergestimmt wird. Diese Erfahrung machen wir seit 2005. weiterlesen …


Zum Editorial „Opposition“ in der neuen puk

In einem Editorial der Januar-Ausgabe von politik und kultur – der Zeitung des Deutschen Kulturrates – wurde der Opposition pauschal ein Mangel an kulturpolitischen Visionen vorgeworfen:

„Wohin die SPD und Die Linke wollen, und ob sie überhaupt irgendwo hin wollen, ist noch nicht sicher auszumachen. Sind linke kulturpolitische Visionen nicht mehr zeitgemäß?“

Dazu hatte ich dem Autor und Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann, Folgendes geschrieben, was nun auch unter der Rubrik Leserbriefe in der neuen Ausgabe veröffentlicht wurde:

Ein schönes Geschenk zum neuen Jahr haben Sie mit Ihrem Editorial „Opposition“ in der neuesten Ausgabe von „politik und kultur“ uns Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitikern zugeschickt. In diesem Leitartikel konstatieren Sie vollkommen richtig, dass „linke Kulturpolitik einmal der Motor der Bundeskulturpolitik war“, einen Kulturstaatsminister und den Kulturausschuss des Bundestages geschaffen hat. Dass davon heutige Regierungspolitik profitiert, indem sie den Kulturstaatsminister, den Vorsitz und die Mehrheit im Kulturausschuss stellt, gehört zum Regelwerk der parlamentarischen Demokratie, dem Wechsel durch Wahlen. weiterlesen …


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