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Presse

Die Bilanz der Thüringer im Bundestag

Unter diesem Titel veröffentlichte die Thüringer Allgemeine eine Übersicht über die Arbeit der Bundestagsabgeordneten aus der Region. Dazu gibt es eine Statistik über gehaltene Reden und weitere parlamentarische Aktivitäten in Berlin. Über mich schreibt die TA:

Lukretia Jochimsen (Linkspartei): Die Kultur war, ist und bleibt ihr Leben. Deshalb wurde die Politikerin parteiübergreifend geachtet. Die klügeren ihrer Genossen konnten es verkraften, wenn sie in ihr Lob auch mal den CDU-Kulturstaatsminister mit einschloss. Dennoch war sie als Streiterin für die Förderung der Kultur und die Verbesserung der Lebenssituation der Künstler unermüdlich. Am Herzen lag ihr eine Gesprächsreihe in einer Weimarer Buchhandlung.

Gemeint ist damit das Café Gedanken frei in der Eckermann Buchhandlung in Weimar. Den gesamten Artikel aus der Thüringer Allgemeinen finden Sie [HIER].


Zum Freihandelsabkommen: „Vorsicht ist geboten“

Politik & Kultur, die Zeitung des Deutschen Kulturrates, hat für ihre gerade erschienene Ausgabe unter dem Titel „Der freie Markt ersetzt keine Kulturförderung“ uns Kulturpolitiker im Bundestag zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa befragt.

Hier mein Statement:

Die Linke sieht das gesamte Freihandelsabkommen nicht unkritisch und fürchtet insgesamt mehr Gefahren als sie Chancen sieht.
Ganz klar war für uns immer, dass wenn es zu diesem Freihandelsabkommen käme, der Kultur und Medienbereich von vorneherein herausgenommen werden muss.
Diesen Zustand haben wir nun Dank der unbeirrten Haltung Frankreichs. Eigentlich kein Grund für uns stolz zu sein, denn wie der Intendant des Bayrischen Rundfunks und frühere Sprecher von Kanzlerin Merkel Ulrich Wilhelm der Süddeutschen Zeitung sagte: „Die Interessen der Medien und Kulturinstitutionen in Deutschland sollten eigentlich nicht bei der französischen Regierung besser aufgehoben sein als bei der deutschen“. Aber so ist es nun mal.
Die deutsche Regierung hat herumgeeiert und mit Argumenten hantiert, die sich schlicht als falsch herausgestellt haben und dabei sowohl den Beschluss des Bundesrates als auch den des Europäischen Parlamentes missachtet.
Eine höchst kritikwürdige Haltung für die Regierung eines Landes, das sich gern Kulturnation nennt. Deshalb muss auch in Zukunft sehr aufmerksam verfolgt werden, wie sich gerade Deutschland bei den bevorstehenden Detailverhandlungen des Freihandelsabkommens verhält.
DIE LINKE setzt sich sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene dafür ein, eine weitere Liberalisierung des Handels, insbesondere in Bezug auf die kulturellen und audiovisuellen Dienstleistungen zu verhindern.
Und wir halten das nicht für reaktionär, auch wenn EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso  mit solchen Begriffen die Herausnahme des Kultur- und Medienbereichs kritisiert hat.


„Wo bleibt dann die Freihheit der Kultur, wenn keine Mittel mehr für die Kultur da sind?“

In der Sendung Kulturradio am Morgen des Rundfunk Berlin-Brandenburg wurde ich in der Rubrik Kultur aktuell von der Moderatorin Britta Bürger befragt.
Im Rahmen der Sendereihe „Kulturpolitik-Check“ ging es die aktuelle Kulturpolitik und meine Einschätzungen dazu:

# Das derzeit drängenste Thema: Die ökonomische Lage der KünstlerInnen in unserem Land und die Forderung nach Mindestgagen und Mindesthonoraren für sie.

# Die Rolle des Bundes in der Kulturförderung: Der Bund muß eine Hauptrolle in der Kulturförderung übernehmen, da er die finanzielle Schieflage der Kommunen maßgeblich mit verursacht hat. In diesem Zusammenhang müssen die Kulturleistungen der Kommunen endlich zu Pflichtleistungen gemacht werden.

# Die Zukunft der Kulturstiftung des Bundes: Die Aufgaben der Kulturstiftung sind neu zu definieren. Sie könnte eine maßgebliche Rolle bei der Verbesserung der Kulturinfrastruktur der Länder spielen. Dazu ist aber wesentlich mehr Geld nötig.

# Mein persönliches Kulturhighlight: Die Eröffnung des Denkmals für die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma, an deren Geschichte und Leid ich auch als Schriftstellerin sehr oft erinnert habe.

Nachzuhören ist das Interview direkt [HIER].


Ein Titelbild zum Abschied

Welch‘ eine Freude, welch‘ eine Ehre auch: unsere Zeitschrift DISPUT widmet dem Thema Kultur in ihrer Sommerausgabe einen Schwerpunkt. Und das in Wahlkampfzeiten! Käthe Kollwitz und meine Wenigkeit zusammen auf dem Titelbild – welch‘ eine Verpflichtung.

Dazu die „Vor-Lesung“
von Gregor Gysi HIER.

 

Das Faszinosum
Luc Jochimsen über Kultur als Lebensmittel, ein „fehlendes“ Staatsziel und ihre besondere Freude am Singen HIER

Reiche Schätze, arme Künstler?
Unterfinanzierung der Theater geht oft zu Lasten der Beschäftigten

Und hier ein Beitrag von Eva-Maria Glathe-Braun, der sich wie eine Reflexion zu meinen Überlegungen liest.

„Arm, aber selbstbestimmt“, so beschrieb eine Studie zu Beginn des Jahres die Lage der Künstler in Deutschland. Wie aber sieht deren Lebens- und Schaffenswirklichkeit tatsächlich aus?

Werner Schaub, Vorsitzender des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) stellte im November 2011 in einem Interview fest, »dass sich die Situation nicht verbessert, sondern eher verschlechtert hat.« Knapp 90 Prozent der Künstlerinnen und Künstler seien auf weitere Quellen zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes, oft auch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, angewiesen. Das Einkommen von Schauspielern und Tänzern liegt rund 40 Prozent unter dem Durchschnittseinkommen in Deutschland. Knapp die Hälfte von ihnen muss einer nicht-künstlerischen Nebentätigkeit nachgehen, um finanziell über die Runden zu kommen. Von den »freien« Darstellern ist ein Viertel zudem nicht einmal in der Künstlersozialkasse versichert. Die künstlerischen Festanstellungen am Theater unterliegen tariflich dem Normalvertrag Bühne, der Mutter der prekären Arbeitsverhältnisse überhaupt. Befristungen, niedriges Gehalt, Honorar- und Werkverträge sind die Regel. weiterlesen …


Mein Statement zur Kultur in der Lotta

In der aktuellen Ausgabe des feministischen Magazins unserer Fraktion äußere ich mich zur Rolle der Kultur in der Gesellschaft.


„Zukunftspläne für die Kultur“

In der aktuellen Ausgabe des Magazins Musikforum geht es u.a. um das wachsende Prekariat in den künstlerischen Berufsfeldern. Die Redaktion fragte nach, was wir kulturpolitischen Sprecher der einzelnen Parteien vorschlagen, um die Situation der in künstlerischen Berufen Arbeitenden zu verbessern.


Porträt auf bundestag.de

© DBT/photothek.net

Im Rahmen der Serie „Wege aus der Politik“ auf der Internetseite des Deutschen Bundestages wurde folgendes Porträt über mich veröffentlicht:

Die Spätberufene: Luc Jochimsen (Die Linke)

Als Journalistin hat Dr. Lukrezia „Luc“ Jochimsen früh begonnen und nahezu alles erreicht: Sie arbeitet als Redakteurin, ARD-Studioleiterin in London und wird als TV-Chefredakteurin das Gesicht des Hessischen Rundfunks. Als Politikerin jedoch ist die promovierte Soziologin eine Spätberufene. Mit 69 – einem Alter, in dem andere in den Ruhestand gehen – begibt sie sich noch einmal auf „unbekanntes Terrain“. Als kulturpolitische Sprecherin und Kandidatin der Linkspartei für das Amt der Bundespräsidentin erlebt die heute 77-Jährige parlamentarische Höhepunkte und Niederlagen. Der Abschied aus der Politik fällt ihr dennoch nicht leicht. Eins nämlich wäre die Abgeordnete mit den toupierten schwarzen Haaren noch gerne geworden: Alterspräsidentin des Bundestages.

„Das hätte mich sehr gereizt“, gibt Luc Jochimsen zu und lächelt. „Aber da Herr Riesenhuber erneut kandidiert und er drei Monate älter ist als ich, wird das wohl nicht klappen.“ Dann schiebt sie Teekanne, Tasse  und einen Stapel Bücher auf ihrem Schreibtisch ein wenig zur Seite, fährt sich kurz durch die Haare und sucht nach einem Lippenstift, damit der Fotograf ein Bild von ihr in ihrem Büro im Bundestag machen kann. Sehr unaufgeregt und routiniert macht sie das, kein Wunder – Kameras ist die frühere Fernsehjournalistin gewöhnt.

Prägende Kriegserlebnisse

Politisch geprägt hat die 1936 in Nürnberg geborene Jochimsen vor allem die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs. „Ich war drei, als der Krieg ausbrach, neun als er vorbei war – fast meine ganze Kindheit war vom Krieg beherrscht“, sagt Jochimsen und erzählt von den Phosphor- und Splitterbomben, die sie verletzten, von dem frühen Wissen um die Verfolgung der Juden und der Angst, dass sie, ihre Eltern und die kleine Schwester das Kriegsende nicht mehr erleben würden. weiterlesen …


15. Juli 2013: „Thüringer Allgemeine“


„Tschüss, Plenarsaal!“

Unter diesem Motto befasst sich auch das Internetportal des Nachrichtenmagazins mit Parlamentariern, die bei der Bundestagswahl nicht wieder kandidieren. FOCUS hat neun der Aussteiger nach ihren Erinnerungen an das Parlamentsleben gefragt und wollte wissen, wie es denn nun aussehen soll – das Leben nach dem Bundestag. Hier das Interview mit mir – die Antworten der anderen im kompletten Beitrag „Politik-Urgesteine nehmen Abschied vom Bundestag“.

FOCUS: In welcher persönlichen Situation waren Sie, als Sie entschieden, für den Bundestag zu kandidieren?

Lukrezia Jochimsen: Ich war Rentnerin. Und da fragte mich die PDS, ob ich nicht 2002 für Hessen kandidieren möchte. Das Experiment ist bekanntermaßen gescheitert. Aber drei Jahre später haben sie mich wieder gefragt, diesmal für einen sicheren Listenplatz in Thüringen. Ich sagte: „Leute, ich bin jetzt drei Jahre älter. Wollt ihr das wirklich?“ Und sie sagten: „Auf alle Fälle!“ Da habe ich mir gedacht: „Warum nicht?“

FOCUS: Was war Ihr größter Irrtum über den Bundestag? weiterlesen …


„Beifall für die Vernunft“

So überschrieb die Sächsische Zeitung einen Abschnitt über mich, der innerhalb eines Artikels über fünf aus dem Bundestag ausscheidende Politiker erschien („Abschied aus dem Bundestag“, Ausgabe vom 29. Juni).

„‚Luc‘ Jochimsen war im Westen eine bekannte, erfolgreiche Fernsehfrau. Nach Ende ihrer journalistischen Karriere kandidierte sie für die PDS, später für die Linkspartei. 2010 wurde sie sogar deren – aussichtlose – Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten. Im Kreis ihrer Parlamentskollegen ist die Kulturpolitikerin respektiert – vielleicht auch, weil sie so viel Unabhängigkeit bewahrt hat, dass sie auch mal Beifall klatscht, wenn ein Mitglied einer andern Fraktion etwas Vernünftiges sagt. Als sie nun ihre letzte Rede im Bundestag hielt, bekam sie diesen Applaus freundlich zurück.“


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