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Presse

TLZ-Artikel: „Jochimsen als Alterschefin?“

Anfang der Woche führte ich in Weimar ein ausführliches Gespräch mit der stellvertretenden Chefredakteurin der Thüringischen Landeszeitung, Gerlinde Sommer, über meine mögliche Kandidatur bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr. Folgende Artikel sind dazu in der Ausgabe vom Mittwoch (29. August) auf der Seite 1 und einem Landesspiegel extra veröffentlicht:

Weimar/Berlin. Luc Jochimsen von den Linken wird vor allem von ihrem Kreisverband Weimar umworben, im kommenden Jahr erneut als Wahlkämpferin anzutreten. Die Kulturpolitikerin, die vor zwei Wahlperioden als Hessin nach Thüringen kam, fühlt sich mittlerweile schon fast in der Pflicht, diesem Ansinnen nachzukommen. Sie sei zwar bereits „ein alter Mensch“, doch die Aufgabe in dem von ihr betreuten Kulturbereich reizt sie ebenso wie die Aussicht, womöglich als Alterspräsidentin mit dann 77 Lebensjahren die nächste Legislatur im Bundestag eröffnen zu dürfen.
Dies sieht offenbar die CDU als Gefahr: Sie habe aus Hessen gehört, dass es Bestrebungen gebe, den drei Monate älteren Heinz Riesenhuber zum erneuten Antritt zu bewegen. Jochimsen hatte bei der Bundespräsidentenwahl 2010 nach dem plötzlichen Abgang von Horst Köhler einen respektablen Auftritt als Mitbewerberin von Christian Wulff. Die Bundespolitikerin plant kulturpolitisch bereits über den Wahltag 2013 hinaus. Für eine große Veranstaltung im November nächsten Jahres in Thüringen, die sich um Macht und Freiheit unter dem Blickwinkel der Frauen rankt, hat sie Rita Süssmuth (CDU) verpflichtet. Landesspiegel

P.S. Und wie das Leben so spielt… Gestern veröffentlichte die Taunus-Zeitung in ihrer Bad Homburger Lokalausgabe „anlässlich des CDU-Sommerfestes und des Besuchs von Bundestagsdirektkandidaten Prof. Heinz Riesenhuber“ ein Gespräch mit Reinhard Bardtke, dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes. Darin fragt der Redakteur: „Prof. Heinz Riesenhuber wirft bei der Bundestagswahl 2013 erneut seinen Hut in den Ring. Er will wohl den Langzeitrekord von Richrad Stücklen – 41 Jahr im Bundestag – knacken. Zeit für die Ablösung?“. Reinhard Bardtke: „Prof. Riesenhuber ist absolut fit. Und solange er das ist, hat er das volle Vertrauen des Stadtverbandes.“


Interview mit Bolat Atabayev und mir bei LOTTE

Gestern wurde dem kasachischen Theaterregisseur Bolat Atabayev in Weimar die Goethe-Medaille verliehen. Darüber, über sein Engament für die streikenden Ölarbeiter in seiner Heimat, die politische Lage dort und wie man sich auch im Ausland für demokratische Strukturen in Kasachstan einsetzen kann, sprachen wir am Montag bei dem Weimarer Stadtradio LOTTE.
Hier das komplette Interview:

Eine Kontrolle der Meinungen, Medien und Parteien durch ein autoritäres Regime ist in Kasachstan Tagesgeschäft. Einer, der das in den letzten Jahren mitgemacht hat ist der Regisseur Bolat Atabayev. Er machte eigentlich nur Theater und protestierte friedlich für die Rechte Anderer. Daraufhin wurde er des Terrorismus‘ bezichtigt, verhaftet und nach zwei Wochen wieder frei gelassen. Jetzt ist Bolat Atabayev in Weimar, um die Goethe-Medaille des Goethe-Instituts entgegen zu nehmen. Mit dieser soll morgen sein langjähriges Engagement für deutsche Sprache und den deutsch-kasachischen Kulturaustausch geehrt werden.


Und heute freuen wir uns, Bolat Atabayev bei uns im Studio begrüßen zu dürfen. Mitgekommen ist außerdem Luc Jochimsen, sie ist Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag und sitzt im Kulturausschuss. In ihrer Funktion hat sie sich u.a. für die Freilassung Bolat Atabayevs stark gemacht. Passend zum Preis und zum Thema deutsch-kasachischer Kulturaustausch sind wir jetzt mit beiden im Gespräch. Guten Tag Herr Atabayev, guten Tag Frau Jochimsen.

Herr Atabayev, die Goethe-Medaille wird Ihnen für Ihr langjähriges Engagement im deutsch-kasachischen Kulturaustausch verliehen. Was bedeutet Ihnen dieser Preis und wie wird die Verleihung in Ihrer Heimat wahrgenommen?

Bolat Atabayev
Die Verleihung der Goethe-Medaille ist für mich sehr wichtig, das ist eine Auszeichnung der Zivilgesellschaft, nicht der Regierung in Deutschland. Vielleicht ist das auch ein Schutzengel für mich, wenn ich zurückkehre nach Kasachstan – Goethes Geist kann mich schützen. weiterlesen …


20 Jahre nach den rassistischen Angriffen in Rostock-Lichtenhagen – ein Interview mit mir

Vor 20 Jahren griff ein rassistischer Mob an vier Tagen in Folge das Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen an. In dem Haus wohnten vietnamesische Vertragsarbeiter, und die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber war dort untergebracht.
Die Redaktion von www.linksfraktion.de hat mich und sechs weitere Mitglieder unserer Fraktion dazu befragt:

                                                                                                                                      

Was haben Sie spontan gedacht?
Ich habe mich geschämt. Als ARD-Korrespondentin bin ich von der BBC in eine politische Gesprächssendung eingeladen worden und sollte dort erklären, was diese fürchterlichen Vorgänge bedeuten. Es war sehr schwer eine Erklärung zu finden. Der Unterton der Fragen war natürlich: Ist Deutschland immer und ewig braun? Ich habe versucht, gegen diesen Unterton an zu argumentieren, aber es fiel nicht leicht.

Wie empfanden Sie die damalige gesellschaftliche Stimmung?
Die damalige gesellschaftliche Stimmung in Deutschland kannte ich nicht und konnte sie auch nicht nachvollziehen, ich war ja seit dem Jahr 1991 in Großbritannien. Ich konnte nur versuchen nachzuvollziehen, was zuhause eigentlich los war. Dass sich Menschen gefunden haben, quer durchs Land und quer durch alle Schichten, gegen die Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen anzugehen, war ein Signal der Hoffnung.

Woran mahnt Rostock-Lichtenhagen?
Die Mahnung lautet: nichts zu beschönigen, nichts zu verschleiern, sich der Wahrheit zu stellen. Die Wahrheit heißt: Nicht nur ein Mob, auch die Polizei, auch die Verwaltung einer Stadt, auch die Bürgerinnen und Bürger hatten Anteil und ließen geschehen, was in Rostock-Lichtenhagen geschah.

Wie steht es heute um den Kampf gegen Rechtsextremismus und rechte Gewalt?
Heute stehen wir nicht viel anders da. Zwar brennen keine Häuser, aber die Tatsache, dass zehn Jahre lang von Nazis eine Mörder-Spur durch unser Land gezogen wurde, ohne dass Polizei und Verfassungsschutz dies bemerkten oder bemerken wollten, ist genauso verstörend, wie dass, was damals in Rostock passierte.

Welche Lehren ziehen Sie?
Mein Handeln ist geprägt, seit Kriegsende übrigens, von dem Entgegenwirken jeglicher rechter Haltung und Gedankengut.

                                                                                                                                      

Linksjugend [’solid] Mecklenburg-Vorpommern veranstaltet aus diesem Anlass morgen in Rostock-Lichtenhagen eine musikalische Abschlusskundgebung, die ich mit einer Spende über 100 Euro unterstützt habe. Unter dem Motto „Beweg dich für Bewegungsfreiheit“ wollen sie ein sicht- und hörbares Zeichen für eine solidarische Gesellschaft setzen.


Interview mit mir in der Thüringer Allgemeine

Im Rahmen einer Interview-Reihe mit allen Bundestagsabgeordneten aus Thüringen führte Wolfgang Suckert folgendes Gespräch mit mir, das in der heutigen Ausgabe der Thüringer Allgemeine veröffentlicht wurde:

                                                                                                                     

Was war Ihr größter persönlicher Erfolg auf Ihrem Spezialgebiet Kultur?

Die Bundeskulturstiftung wurde finanziell besser ausgestattet als ursprünglich vorgesehen, was wir zusammen mit dem Haushaltsausschuss durchgesetzt haben. Ich halte es schon für sehr wichtig, dass von der Bundesebene auf diese Weise immer wieder für die Länder der Anstoß zum Mitmachen kommt. So wird eine gemeinsame kulturelle Arbeit ermöglicht.

Wie konnte Thüringen davon profitieren?

Die Klassik-Stiftung Weimar arbeitet nach schwierigen Phasen jetzt wieder erfolgreich und geht nach vorne.
Es gibt Denkmalschutzprojekte, die sich weiß Gott sehen lassen können. Es ist schon im wahrsten Sinne des Wortes sehenswert, was da passiert.

Sehen Sie die ostdeutschen und Thüringer Interessen in Regierung und Parlament ausreichend berücksichtigt? weiterlesen …


„18 Thüringer sitzen im Bundestag – Der Wahlkampf 2013 hat bereits begonnen“

Unter dieser Überschrift widmet sich die
Thüringer Allgemeine
schon jetzt, in ihrer heutigen Ausgabe der kommenden Bundestagswahl und veröffentlicht eine Befragung aller Bundestagsabgeordneten aus Thüringen über ihre Pläne, ob sie denn auch in der kommenden Legislaturperiode wieder in den Bundestag möchten und auf welchem politischen Feld sie sich dann gerne betätigen würden. Siehe nebenstehende Aussage von mir.

Und wie sieht es bei meinen vier Fraktionskollegen aus Thüringen aus? Alle möchten für den kommenden Bundestag kandidieren und dann als Abgeordnete ihren bisherigen Themen treu bleiben: Ralph Lenkert auf den Gebieten Umwelt, Energie und Familie; Jens Petermann in den Bereichen Justiz und Sport; Kersten Steinke würde sich gerne weiter um Bürgerrechte, Demokratie und Petitionen kümmern und Frank Tempel um Innen- und Sicherheitspolitik.

Mit dieser Zeitungsseite eröffnet die Thüringer Allgemeine eine Wahlserie, in der sie Fragen rund um das Thema auf den Grund gehen möchte: „Wie suchen Parteien die Direktkandidaten aus? Wer bestimmt die Kandidaten, die auf dem Wahlzettel stehen? Warum bestimmen die Wähler nicht mit, wen sie wählen können?…“


Wie mächtig sind die Thüringer im Bundestag?

Dies fragte die Thüringer Allgemeine in ihrer gestrigen Ausgabe und startete damit eine Sommerserie, in der Bilanz über die 17. Wahlperiode gezogen werden soll. In den kommenden Wochen wird jeder der 18 Bundestagsabgeordneten aus Thüringen in einem Interview zu Wort kommen.
In dem TA-Artikel vom Dienstag ging es zunächst um einen allgemeinen Abriss der Tätigkeiten der MdB – eine Tabelle zeigt die Aktivitäten der Thüringer im Bundestag: wer hat wieviele Anträge eingereicht, Anfragen gestellt und Reden im Plenum gehalten. „Lukrezia Jochimsen von der Linkspartei ergriff 23 Mal das Wort, hauptsächlich wenn es um die Kultur ging.“, wurde da festgehalten.
Das ausführliche Interview mit mir, in dem ich persönlich Bilanz über die aktuelle Wahlperiode ziehe, wird nach Erscheinen hier natürlich nachzulesen sein.


Interview mit dapd zur Pixar-Ausstellung

Bonn/Berlin (dapd). Nach der umstrittenen Anselm-Kiefer-Ausstellung gerät die Bundeskunsthalle in Bonn erneut in die Kritik. Die Linke wirft dem Intendanten Robert Fleck vor, in einer neuen Schau über die Pixar Animation Studios (Walt Disney) einseitig Werbung für den US-Filmkonzern zu machen. „Man kann ein Haus wie die Bundeskunsthalle nicht dem Konzern Walt Disney exklusiv zur Verfügung stellen“, sagte die kulturpolitische Sprecherin der Linke-Fraktion im Bundestag, Luc Jochimsen, im dapd-Interview.

Unter dem Titel „Pixar – 25 Years of Animation“ präsentiert die Bundeskunsthalle seit Freitag (6. Juli) mehr als 500 handgefertigte Skizzen, Zeichnungen und Grafiken, die im Schaffensprozess der Animationsfilme („Findet Nemo“, „Toy Story“) in den kalifornischen Studios entstanden sind.

Die Filmemacher von Pixar, die seit 2006 zu Walt Disney gehören, seien zwar die Vorreiter computeranimierter Spielfilme, sagte Jochimsen. „Aber wenn wir von Animationskunst sprechen, reden wir über mehr als Disney.“ Auch anderen und kleineren Produzenten müsse eine Gelegenheit gegeben werden. „Das macht es interessant für den Zuschauer.“

Fleck hatte die Ausstellung am Donnerstag vor Journalisten verteidigt. „Es ist eine künstlerische Ausstellung und nicht eine kommerzielle Veranstaltung“, sagte er. Es sei eine Aufgabe der Bundeskunsthalle, „populäre Bilderwelten“ zu zeigen. Die Pixar-Studios hätten ein „neues Zeitalter der Bildkünste eröffnet“.

„Man kann in diesem Zusammenhang auch nicht die Duplizität der Fälle außer Acht lassen“, sagte Linke-Kulturexpertin Jochimsen und verwies auf die Anselm-Kiefer-Ausstellung in der Bundeskunsthalle, in der aktuell allein Werke aus dem Privatbesitz des Sammlers Hans Grothe präsentiert werden. „Ein prominenter Platz wird von Geldern des Steuerzahlers hoch bezahlt und dort tummeln sich dann Privatinteressen unterschiedlicher Schattierung“, sagte sie. „Ich frage mich: Was ist die Leistung des Intendanten?“


So stimmen die Thüringer Abgeordneten über Fiskalpakt und Euro-Rettungsschirm ab

Die Bundesregierung will heute im Bundestag auch mit den Stimmen der „Oppositionsparteien“ SPD und Grüne den Fiskalpakt durchdrücken. Ich lehne diesen – genau wie meine Fraktionskollegen – strikt ab. Meine Gründe dafür sind heute in der Thüringer Allgemeinen abgedruckt.

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„Kultur neu denken“ in der neuen CLARA

In der akutellen CLARA – Das Magazin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag wird u. a. über die Forderung des Berliner Sozialgerichts bezüglich höherer Regelsätze bei Hartz IV, über den Missbrauch von Werkverträgen in Industrie und Handel und die Gründung einer eigenen Genossenschaft zum Schutz von Mieterinnen und Mietern sowie über die „Kultur neu denken“-Veranstaltung in Mühlhausen berichtet.

Hinter dem Podium prangte das Konterfei des Reformators Thomas Müntzer: ein einsamer Verlierer inmitten des Schlachtgetümmels, ein müder Held. Der Ausschnitt aus dem Gemälde des Leipziger Malers Werner Tübke vom Schlachtberg in Bad Frankenhausen passte zum Thema »Macht, Reformation, Freiheit«, über das Mitte Mai im heutigen Bauernkriegsmuseum diskutiert wurde. Eingeladen hatten Luc Jochimsen, Mitglied der Fraktion DIE LINKE, und Birgit Klaubert (DIE LINKE), Vizepräsidentin des Thüringer Landtags.

Was hätte Thomas Müntzer, der vor fast 500 Jahren die Macht infrage stellte, heutigen Politikern zu sagen? Darüber diskutierten in zwei großen Runden unter anderem der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler, der einstige Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Reinhard Höppner, der Rabbiner Walter Homolka, die Theologin Margot Käßmann sowie der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow. Margot Käßmann verwies darauf, dass man die Friedensfrage nicht im Munde führen könne, ohne die Frage nach Gerechtigkeit zu stellen, und diese nicht beantworten wird, ohne die Frage nach der Bewahrung der Schöpfung auf die Tagesordnung zu heben. Da sei einer wie Müntzer eine Reibungsfläche.

In der Runde »Thomas Müntzer und die Politik« näherte sich Peter Gauweiler Müntzers Vorstellung eines Reichs der Auserwählten kritisch. Er verband dies mit der Erinnerung an die historisch verhängnisvolle Perversion dieser Idee im 20. Jahrhundert. Seine Auseinandersetzung mit einem

wie Müntzer: die Bestätigung, dass der Unterschied als Wert anerkannt werden müsse; dass jede Meinung und jedes Wollen Teil eines Ganzen sei und nicht diffamiert werden dürfe. Das gelte auch für die Politik.

Höppner knüpfte an die Fehlbarkeit Müntzers an: Man dürfe niemandem, der suche, unterstellen, er liefe in die falsche Richtung. Und er stellte die Frage, wie Müntzers Utopie einer Gesellschaft der Freien und Gleichen in die heutige Zeit hinüberzuretten sei. Bodo Ramelow attestierte Gauweiler,

dass er gut daran getan habe, in Zeiten von Bankenkrise und durchs Parlament gepeitschter Bankenrettung zum Verfassungsgericht zu gehen, weil das Parlament ausgehebelt worden sei. Dass Politik nur noch gut sein könne, wenn sie Teil eines Bündnisses werde mit jenen, die Schaden davon haben, dass ungehemmt spekuliert und lohngedrückt werde. Ramelows theologischer Bezug war dabei die Abwandlung eines Paulus-Zitats: Tu nichts aus Eigennutz, sondern für andere. Gauweiler fügte schließlich angesichts einer kontroversen, aber produktiven Veranstaltung hinzu: »Die Macht des Wortes führt uns immer wieder zusammen. Das ist gut.«

Leider konnte der ursprüngliche Artikel „Ins Offene denken – Der Müntzer ist tot, aber sein Geist nicht ausgerottet“ von Kathrin Gerlof aus Platzmangel und Gründen der Aktualität nicht vollumfänglich in der CLARA veröffentlicht werden. Ich möchte ihn [HIER] den Lesern zur Verfügung stellen.

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RETRO, RETRO
Rückblick auf  „Kultur neu denken – Macht Freiheit Reformation
Thomas Müntzers Utopie von Land der Freien und Gleichen“ in Fotos

Thomas T. Müller auf dem Podium in der Kornmarktkirche (Foto: Yves Harmgart)
Thomas T. Müller auf dem Podium in der Kornmarktkirche (Foto: Yves Harmgart)

 

Thomas Völker (Foto: Yves Harmgart)
Thomas Völker (Foto: Yves Harmgart)

 

v.l.n.r.: Günter Vogler, Thomas Völker, Elfriede Begrich, Thomas T. Müller, Birgit Klaubert (Foto: Yves Harmgart)
v.l.n.r.: Günter Vogler, Thomas Völker, Elfriede Begrich, Thomas T. Müller, Birgit Klaubert (Foto: Yves Harmgart)

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Presseecho zu Kultur neu denken in Mühlhausen

Im Neuen Deutschland war am 16. Mai im Feuilleton ein Artikel von Marion Dammaschke abgedruckt. Sie können ihn  hier in Auszügen oder auf der Homepage des ND in voller Länge lesen.

Vision und Tat

Thomas Müntzer und Kapitalismuskritik heute

„Es müntzert wieder“ – so könnte das Fazit des ereignisreichen Maiwochenendes im thüringischen Mühlhausen lauten. Zahlreiche Veranstaltungen erinnerten an den radikalen Reformator Thomas Müntzer (…)

Es gibt also gute Gründe, warum die Bundestags- und die Thüringer Landtagsfraktion der Linkspartei zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Mühlhausen wählten, um unter Leitung der Bundestagsabgeordneten Luc Jochimsen und der Landtagsabgeordneten Birgit Klaubert über »Macht, Reformation, Freiheit«, konkreter über »Thomas Müntzers Utopie vom Land der Freien und Gleichen« zu diskutieren. Das Themenspektrum war breit gefächert. Es ging auch hier um Müntzer im Film (Publizist Michael Grisko und Drehbuchautor Matthias Schmidt), um die widerspruchsvollen Wandlungen des Müntzerbildes im Verlauf der Jahrhunderte (Thomas T. Müller und Günter Vogler) und um die Vermittlung von Müntzers theologischen Erfahrungen für die Kirchen heute (Hans-Jürgen Goertz).

Dem so abgesteckten Themenrahmen schloss sich eine spannende Diskussion aus recht unterschiedlich motivierten konfessionellen Sichtweisen an, zu der die Professorin Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, die Pröpstin i. R. Elfriede Begrich, der Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Erfurt, Josef Freitag, und der Rektor des Abraham Geiger Kollegs, Rabbiner Walter Homolka, beitrugen. Das interessierte Publikum verfolgte aufmerksam, wie – trotz differierender Sichten – das Gemeinsame in der Verantwortung für das zukünftige Miteinander in der Welt benannt wurde. Dabei wurde das schon im 16. Jahrhundert heftig diskutierte Thema Widerstandsrecht und Widerstandspflicht leider nicht vertieft, es blieb dabei, dass die Diskutanten Müntzer einseitig die Befürwortung von Gewalt unterstellten.

Substanziell weniger auf die durch Müntzer vermittelten Erfahrungen orientiert, sondern schnell zu aktuellen Fragen der gegenwärtigen gesellschaftlichen Krisensituation überschwenkend, diskutierten Peter Gauweiler (CSU), Reinhard Höppner, ehemals Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Bodo Ramelow von der Linkspartei. Sie sahen in Müntzer eine Herausforderung, nach der Machbarkeit von Politik zu fragen und landeten damit sehr schnell beim Pragmatischen, ohne die Chance zu ergreifen, Müntzers Ideen als Vision für das menschliche Zusammenleben zu thematisieren. Dagegen sorgte Gregor Böckermann von den Ordensleuten für den Frieden für die Konkretisierung politischer Möglichkeiten, indem er eigene Erfahrungen in Nordafrika sowie in Frankfurt am Main vorstellte und verdeutlichte, wie heute durch couragiertes Handeln Kapitalismuskritik in die Tat umgesetzt werden kann. (…)

Auch die regionale Presse berichtete über die „Kultur neu denken“-Veranstaltung in Mühlhausen. So ging Reiner Schmalzl von Thüringer Allgemeine im besonderen auf die Morgengedanken von Elfriede Begrich, Pröbstin i. R., und auf den Vortrag von Thomas T. Müller, Direktor der Mühlhäuser Museen ein. Den Artikel können Sie [HIER] lesen.
Einen Tag später folgte dann ein ausführlicher Bericht in der Thüringer Landeszeitung und der Thüringer Allgemeinen. Autor Jürgen Wand beschreibt vor allem das Forum zum Thema Müntzer und die Politk. „(…) die beiden Moderatoren der Mammutveranstaltung, Birgit Klaubert und Luc Jochimsen, verstanden es, die Diskutanten auf Linie zu bringen und ihnen Antworten zu entlocken, die zur Debatte im Podium und zum Nachdenken auf den vollen Sitzreihen anregten.“ [HIER] können Sie weiter lesen.

Und hier die aktuelle Ausgabe der UNZ – Unsere Neue Zeitung.


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