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Tagebuch

THEATER MACHT REICH !!! – Vor Ort gegen den Kulturabbau in NRW

wuppertal
Vor Ort mit dem Landtags-Kandidaten der LINKEN, Bernhard Sander, und Susanne Herhaus, DIE LINKE Wuppertal

DIE LINKE in Wuppertal stellt die Streichungen im städtischen Haushalt in den Mittelpunkt ihres Landtagswahlkampfes und hatte mich gestern zu einer Diskussion eingeladen: Treffpunkt war das Schauspielhaus (Foto). Da ein Teil der Streichungen gegen die kulturelle Grundausstattung gerichtet ist, droht Wuppertal kulturell zu veröden. Ich habe mit Betroffenen über die Lage der freien Kulturszene und der Stadttheater gesprochen, was es bedeutet, wenn das Schauspielhaus geschlossen wird.

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Christian von Treskow - der die Freiwilligkeit von Kulturaufgaben in den Kommunen kritisiert - Gregor Gysi und Bettina Pesch
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Helmut Schäfer: "Ohne Theater ist Kulturelle Bildung nicht möglich!"

Im Rahmen der  zweitägigen Klausurtagung unserer Fraktion in Dortmund, fand heute, gleich 9 Uhr unter dem Tagesordnungspunkt 4 eine Diskussion zum Kulturabbau und den drohenden Theaterschließungen in Nordrhein-Westfalen statt.

Dazu hatten wir Christian von Treskow, Intendant Schauspiel der Wuppertaler Bühnen, Bettina Pesch, Geschäftsführende Direktorin des Dortmunder Theaters und Helmut Schäfer, Dramaturg am Theater an der Ruhr in Mülheim eingeladen.


Bild einer Ausstellung

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In diesen Tagen erreichte mich ein Brief der Galerie Zimmer in Mühlhausen/Thüringen mit zwei besonderen Impressionen aus der gerade eröffneten Matthias-Peinelt-Ausstellung „… nicht, dass es Zufall wäre.“

Beim näheren Hinschauen treffe ich auf mich und meinen individuellen Protest gegen den Krieg in Afghanistan – seltsam, berührend, sehenswert und auf neue Weise. (siehe Tagebuch-Eintrag vom 8. September 2009 ff.)

Und wer für Ostern noch keine Pläne hat… bis zum 2. Mai ist die Ausstellung zu sehen. www.galeriezimmer.de


Berlin: Zwei außerordentliche DDR-Kunstwerke in Gefahr

Das Wandgemälde von Prof. Ronald Paris im ehemaligen Zentralamt für Statistik der DDR in der Otto-Braun-Straße und das Wandbild von Prof. Walter Womacka am früheren Bauministerium der DDR in der Breiten Straße sind durch drohende Abrisse der Gebäude gefährdet.
Beide Liegenschaften sind Eigentum des Bundes. Doch keiner kann uns bisher zuverlässig Auskunft darüber geben, wer dafür zuständig ist, geschweige denn, ob und wie die Werke gerettet werden können. Dabei würde dies keine Unsummen kosten. Das Kunstarchiv Beeskow hat ein Gutachten beauftragt, wonach es 13.733 Euro bräuchte, um das Bild von Ronald Paris abzunehmen – Geld, das sich doch beschaffen lassen müsste.

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen und um den Verlust dieser beiden Kunstwerke zu verhindern, haben meine Fraktion und ich zunächst eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, in der wir Folgendes wissen möchten: weiterlesen …


9.32 Uhr: Linksfraktion von der Plenarsitzung zu Afghanistan ausgeschlossen

Transparent„Mohammad Ibrahim Basir, Bauer, 20 Jahre“ ist auf dem Stoffstreifen zu lesen, den ich heute im Plenarsaal nach der Rede von Christine Buchholz, die an die Opfer von Kundus erinnerte, hochhielt. Hochhielt, um wenigstens einem Opfer einen Namen zu geben.
„Mohammad Ibrahim Basir, Bauer, 20 Jahre“. Es war ein Versuch des Erinnerns und Gedenkens inmitten einer Debatte um Krieg, Leben und Tod. Dieser Versuch wurde mit dem Ausschluss von der Parlamentssitzung bestraft. Wer solch eine Namens-Erinnerung aufzeigte, wurde vom Parlamentspräsidenten aufgefordert, das Plenum sofort zu verlassen. Wir waren an die 30 in der Fraktion, aber die ganze Fraktion ging dann mit – wir verließen alle die Debatte.
Wir blieben Ausgeschlossene für die ganze Sitzung. Nur zur namentlichen Abstimmung durften wir kurz zurück. Das Ergebnis lautete dann:

PlenumFür die weitere Aufstockung der deutschen Truppe stimmten 429 mit Ja, 111 mit Nein, bei 46 Enthaltungen.

BITTE LESEN UND WEITERSAGEN


Costa-Gavras als Gast in Berlin

eden_is_westAm Rande der Berlinale haben Timothy Grossman vom Kino Babylon und ich heute Costa-Gavras getroffen, den Altmeister des politischen, europäischen Films. Es ging um eine Einladung im Herbst nach Berlin. Zusammen mit seinem letzten Film „Eden Is West“ wird er ins Babylon kommen und uns erzählen, warum er die Geschichte eines Illegalen von der italienischen Küste bis nach Paris ins Kino geholt hat – als einen ergreifenden Film über die FESTUNG EUROPA und was wir Europäer mit uns anrichten durch den Umgang mit den zur Illegalität verurteilten Zuwanderern.


Etwas Privates zwischendurch: Post aus Nürnberg

Bukowski_1In dieser Woche bekam ich zu meiner großen Freude diese Karte von Herrn Bukowski, einstiger Stammgast in unserem Weimarer Bürgerbüro. Den Bildern nach zu urteilen, fühlt er sich in seiner neuen Heimat sehr wohl…Bukowski_2


Nachrichten aus Wuppertal

logoAn keinem Ort lässt sich das Ausmaß der Krise in den Kommunen und seine Auswirkungen für die Kultur erschreckender und deutlicher als in Wuppertal erkennen, wo nicht nur „irgendwie“ an der Kultur gespart, sondern ganz präzise das Schauspielhaus geschlossen werden soll. Ursache: die Stadt hat 1,8 Milliarden Schulden und 40 Prozent weniger Gewerbesteuer. Die Kommune ist mehr als Pleite.
Nun protestieren Bürger und Künstler aus der ganzen Region – aus Solidarität und auch aus Angst vor dem Domino-Effekt: wenn Wuppertal schließt, was machen dann Duisburg, Hagen, Dortmund, Oberhausen usw., denn dort sind die Haushalte ebenfalls verschuldet.
Was geht da alles dahin?
Einer der jungen Protestierer sagte es in einfachen Worten: „Bildung, Jugend und Kultur – das ist das Kapital unserer Stadt.“
Nun gibt es eine zentrale Aussage, die heißt: „Hilfe kann nur von außen kommen, vom Land Nordrhein-Westfalen und vom Bund“. Das ist genau das, was wir LINKEN im Bundestag fordern – seit Beginn dieser Legislaturperiode. Ein Notprogramm des Bundes, einen Schutzschirm für die Kultur: jetzt sofort, bevor alles vor die Hunde geht! weiterlesen …


Respekt für eine wunderbare, mutige Frau

Gisela_Kraft
Gisela Kraft verstarb letzte Woche nach schwerer Krankheit

Lange habe ich gar nicht gewusst, dass die Schriftstellerin Gisela Kraft in Weimar lebt und arbeitet. Als ich sie dann zum ersten mal traf, war es ein besonderes Erlebnis, das ich nie vergessen habe.
Zum Frauentag im vergangenen Jahr hatten wir Gisela Kraft dann in unserem „Café Gedanken frei“ zu Gast, wo sie aus ihrem bewegten Leben im Spannungsfeld zwischen Ost und West berichtete und aus ihren „Deutsch-deutschen Erinnerungen“ las – ein spannender und kurzweiliger Vormittag. Nun möchte ich im nächsten „Café Gedanken frei“ am 24. Januar u.a. an die Weimarpreis-Trägerin erinnern, die sich so für ihre Stadt einsetzte und auch uns Politiker immer wieder dazu aufrief, unsere „Talente zu nutzen“, um die Kultur in Weimar und Thüringen zu schützen.

Gisela Kraft wird heute, um 13 Uhr auf dem Weimarer Hauptfriedhof beigesetzt. Ich nehme daran teil und werde ihr Lebensmotto im Gedächtnis behalten, wie sie es zu ihrem 70. Geburtstag beschrieb:
„Das Leben in vollen Zügen weiterleben. Also Arbeiten, also Lesen, also Geselligkeit, Gespräche mit Freunden, Widersachern und Sympathisanten, Worte und Whiskey, Cello und Theater, Poesie und Gewürz.“


Traurige Nachricht aus Weimar

Herr Bukowski, Stammgast in unserem Bürgerbüro in der Marktstraße und Ehrenmitglied der Weimarer LINKEN, verlässt leider zum Jahresende die Stadt und geht zurück in seine fränkische Heimat. Wir werden ihn schmerzlich vermissen – wünschen ihm aber für die Zukunft alles Gute. Zum Abschied zeigte sich Herr Bukowski in unserem Büro noch einmal von seiner besten Seite:

Fenster
Stammplatz im Fenster
Gesellschaft
In guter Gesellschaft
Abgang
Der Abgang

Kater

Trotzdem uns allen schöne Festtage!


Neues Schreiben aus dem Bundesverteidigungsministerium mit alter Antwort

Raus_aus_dem_KriegZur Erinnerung: Am 13. Oktober schrieb ich erneut an den damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Jung, da er mir in seinem Brief vom 6. Oktober nicht ausreichend begründen konnte, warum das Tragen meines Schals mit der Aufschrift „Nun erst recht – raus aus dem Krieg“ bei der Einweihung des Ehrenmals der Bundeswehr eine Störung gewesen sein soll (siehe ‚Tagebuch‘ vom 13. Oktober).

Nun habe ich vom Parlamentarischen Staatssekretär des Ministeriums, Christian Schmidt, einen Brief bekommen – eine wirkliche Antwort blieb auch er mir jedoch schuldig. Soviel zum Thema neue Ehrlichkeit unter der Führung des neuen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg…
Hier der Brief


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