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Kultur neu denken

Macht Freiheit Reformation

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Wer kommt alles nach Mühlhausen?

Unter anderem Elfriede Begrich, Pröbstin i. R. des Augustinerklosters Erfurt, die den Auftakt am zweiten Tag „Morgengedanken – Unter dem Zeichen des Regenbogens“ gibt.

Elfriede Begrich wurde 1947 in Berlin geboren. Nach einem Theologiestudium an der Humboldt-Universität zu Berlin arbeitete sie von 1975 bis 1983 als Pfarrerin für Schülerarbeit in Halle/Saale, 1983 bis 1989 im Gemeindepfarramt St. Jacobi in Schönbeck/Elbe und von 1989 bis 1996 in der Eliasgemeinde in Berlin-Prenzlauer Berg. In den Jahren von 1996 bis 2000 war sie Dozentin für Vikarausbildung und Konfirmandenarbeit am Pädagogisch-Theologischen Institut Kloster Drübeck (Sachsen).
2000 bis 2010 war Elfriede Begrich Pröpstin der Propstei Erfurt-Nordhausen. In der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt nahm sie in Vertretung des Bischofs neben kirchenleitenden auch gesellschaftspolitische Aufgaben in Zusammenarbeit mit Land und Landesregierung wahr. Sie ist eine streitbare Frau mit Überzeugungen, die sie auch gegenüber anderen Kirchengliedern standhaft vertritt. Zum Beispiel wenn es um die Militärseelsorge geht, ist sie davon überzeugt, dass Pfarrer keine Angestellten der Bundeswehr sein dürften, sie wünscht sich weniger Bürokratie in der Kirche und ein Mehr, wenn es um gesellschaftliche Fragen geht. So sollte gerade die Kirche eine Vorreiterrolle auch beim Umgang mit homosexuellen Paaren einnehmen… „Warum sollen wir Feuerwehrhäuser oder Sparkassen segnen und keine Menschen, die wissen, dass sie füreinander bestimmt sind?“

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Elfriede Begrich spielte eine ganz wichtige Rolle bei den Kultur neu denken Veranstaltungen 2008 und 2009 zu Religion und Demokratie. Ich freue mich, sie auch diesmal begrüßen zu können.

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Wie ist das Programm für den zweiten Tag der Veranstaltung?


Macht Freiheit Reformation

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Wer kommt alles nach Mühlhausen?

Unter anderem Reinhold Andert – Liedermacher und Autor singt seine bekannten Müntzer-Lieder und trägt Gedichte am Sonnabend 12. Mai in der 3K, Kilianikirche vor.

Reinhold Andert ist 1944 in Teplitz-Schönau geboren und wuchs in Sömmerda auf.

Mit dem Ziel katholischer Priester zu werden, besuchte er ein bischöfliches Vorseminar in Schöneiche bei Berlin. Erlernte dann aber in Gotha den Beruf des Orgelbauers, ging nach Berlin und studierte an der Humboldt-Universität von 1964-69 Philosophie und Geschichte. Danach lehrte Andert an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ Philosophie.

Als Liedermacher und Mitbegründer des Berliner Oktoberklubs wurde er in Vorbereitung der X. Weltfestspiele zwei Jahre FDJ-Kulturfunktionär. Ab 1973 ist er als freischaffender Schriftsteller und Liedermacher tätig. 1979 wurde Andert aus der SED ausgeschlossen und mit einem Auftritts- und Publikationsverbot belegt. Bis zum Ende der DDR vertiefte er seine Geschichtskenntnisse und spezialisierte sich dabei auf mitteldeutsche Ur- und Frühgeschichte und schrieb die beiden Bücher „Der Thüringer Königshort“ und „Der Fränkische Reiter“.

Durch die persönlichen Kontakte zur Familie Honecker entstand 1990 (gemeinsam mit Wolfgang Herzberg) das aufsehenerregende Buch „Der Sturz – Honecker im Kreuzverhör“, dem im Jahre 2001 die Schilderung der persönlichen Erlebnisse dieser Begegnungen in dem Buch „Nach dem Sturz – Gespräche mit Erich Honecker“ folgte.

Weiterhin erschienen seit 1989 eine LP, eine CD und ein Doppelalbum, zahlreiche satirische Artikel in der Tageszeitung „Neues Deutschland“ sowie etliche Sach- bzw. politisch-satirische Bücher.

Reinhold Andert ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Wie ist das Programm für den ersten Tag?

Lesen Sie hier morgen, wie es am Sonntag weitergeht.


Heute in der Thüringer Allgemeinen: „Käßmann, Gauweiler, Lafontaine“

Mühlhausen. Nach Bad Frankenhausen, Erfurt, Weimar und Gotha ist Mühlhausen die fünfte Station einer Veranstaltungsreihe der Bundestagsabgeordneten Luc Jochimsen (Linke) unter dem Titel „Kultur neu denken“, die sich mit dem veränderten Rollenbild Thomas Müntzers beschäftigt. Wie Luc Jochimsen unserer Zeitung sagte, werde im Vorfeld des Reformationsjubiläums viel über den Reformator Martin Luther gesagt, doch kaum über den Reformator Thomas Müntzer.

Den gesamten Artikel finden Sie auf den Seiten der Thüringer Allgemeinen.

Bitte LESEN UND WEITERSAGEN!!


Fantasien für den Frieden – Dokumentation liegt jetzt vor

Was lange währt wird endlich gut – ich freue mich,  Ihnen jetzt die Dokumentation einer bemerkenswerten Veranstaltung aus meiner Reihe KULTUR NEU DENKEN zur Verfügung stellen zu können:

„Fantasien für den Frieden“, unter diesem Titel hatte ich gemeinsam mit der LINKEN Landtagsfraktion in Thüringen am  25. Juni 2010 auf Schloss Friedenstein nach Gotha eingeladen. Es kamen KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen sowie Prominente aus Religion, Medienlandschaft  und Politik, um neue Wege zum Frieden zu diskutieren. Ihrem jeweiligen Thema folgend wurde gefragt, was Religionen, Recht, Medien, Künste, Wissenschaft und natürlich die Politik tun können und müssen um den Weg zum Frieden zu ebnen. Und dies an einem historischen Ort: Erich der Fromme, der Herzog von Sachsen Gotha und Erbauer von Schloss Friedenstein, entschied sich in seinem Herzogtum auf Bildung und Wirtschaft zu setzen – und eben nicht auf kriegerische Machtfantasien.

Die Dokumentation macht es Ihnen möglich, die Diskussionen nach zu vollziehen oder einzelne Statements nachzulesen. Sie können die Dokumentation an dieser Stelle direkt herunter laden (Reader-FantasienfuerdenFrieden) oder als gedrucktes Exemplar in meinen Bürgerbüros in Weimar und Erfurt erhalten.


"Kultur neu denken" ging weiter

Freitag, 25. Juni 2010, 11 Uhr, in der Kirche auf Schloss Friedenstein in Gotha
war es also soweit und Birgit Klaubert und ich eröffneten unsere nunmehr vierte Ausgabe von „Kultur neu denken“. Unter dem Titel „Der Geist von Gotha – Fantasien für den Frieden“ diskutierten wir bis in den Abend die Frage „Wie schafft man heute eine friedliche Gesellschaft?“.

Hören Sie sich mein erstes kurzes Fazit an, was ich noch während der Veranstaltung abgab: Die Veranstaltung entspricht meinen Hoffnungen

Schauen Sie sich einen kurzen Film an – mit Ausschnitten der Vorab-Pressekonferenz und der Podiumsrunden zu den Religionen und Medien: Fantasien für den Frieden

Lesen Sie auch den Veranstaltungsbericht des Humanistischen Pressediensts: FRIEDEN – MACHT – FREIHEIT – Kultur neu denken

Und hier nun ein paar Foto-Impressionen – weitere Informationen folgen…

Totale2Kameras

Gotha
"Was müssen die Religionen leisten?" mit Propst Siegfried Kasparick, Rabbiner Prof. Walter Homolka, Aiman Mazyek und Winfried Weinrich (v.l.n.r.)

Luc_Eberle

KreuchKozlowska

Im Gespräch mit dem Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein, Martin Eberle, über die Geschichte des Gothaer Hofes. Die I. Botschaftsrätin der Polnischen Botschaft, Iwona Kozlowska, sprach über die Notwendigkeit der Versöhnung unter Nachbarn und Knut Kreuch, der Oberbürgermeister von Gotha, über die Friedensgeschichte der Stadt 1945.

Wissenschaften
"Was müssen die Wissenschaften klären?": Rüdiger Schmidt-Grépály, Peter Strutynski und Hannes Heer (v.l.n.r.)
Heinzelmann_Latchinian
Sewan Latchinian und Markus Heinzelmann über die Rolle der Künste
Goerner
Rezitator Lutz Görner gab Goethe zum Besten
Medien
"Und was müssen die Medien vermitteln?" mit Michel Friedman, Prof. Heinz Glässgen, Klaus-Dieter Böhm und René Strien (v.l.n.r.)
Recht
Völkerrechtler Prof. Norman Paech und der Richter i.R. Hans-Ernst Böttcher im Dialog darüber, was das Recht garantieren muss
Gruppenbild
Gruppenfoto im Schlosshof: Unterstützung bekamen wir auch durch die Thüringer Bundestagsabgeordneten Ralph Lenkert (l.) und Jens Petermann (3.v.r.) bevor wir in der letzten Runde Knut Korschewsky (2.v.l.) und Gregor Gysi (4.v.l.) fragten, was das alles für die Politik bedeutet.

"Kultur neu denken" geht weiter… Ausblick auf die Veranstaltung Teil 5

PlakatDAS PROGRAMM

Diese, in den vergangenen Tagen beschriebenen, historischen Beispiele, Kräfte für den Frieden zu entwickeln, möchten wir in unsere heutige Zeit übersetzen. Was muss geschehen, damit eine Gesellschaft friedlich sein kann und bleibt?

11 bis 12 Uhr „Der Geist von Gotha“

Martin Eberle, Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein, über die erstaunliche Macht–und–Staats–Geschichte des Gothaer Hofes,
im Gespräch mit Luc Jochimsen

Knut Kreuch, Oberbürgermeister der Stadt, über die Friedensgeschichte Gothas 1945,
im Gespräch mit Birgit Klaubert, Vizepräsidentin des Thüringer Landtags

S.E. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen, über die Notwendigkeit der Versöhnung unter Nachbarn,
vorgestellt von Martina Renner, MdL

ab 12 Uhr „Fantasien für den Frieden“

Sechs Podiumsrunden zu der Frage: Wie schafft man heute eine friedliche Gesellschaft? weiterlesen …


"Kultur neu denken" geht weiter… Ausblick auf die Veranstaltung Teil 4

Suttner
Bertha von Suttners Urne im Kolumbarium des Gothaer Hauptfriedhofes

Ein kleiner Exkurs:
Die Stadt Gotha führt uns auch zu der berühmten Pazifistin und Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner

Bertha Sophia Felicita von Suttner, geborene Gräfin Kinsky von Chimic und Tettau, wurde in Prag als Tochter eines hochrangigen österreichischen Offiziers geboren. Sie studierte in Brünn Sprach- und Musikwissenschaft. 1876 heiratete sie gegen den Willen ihrer Familie den österreichischen Schriftsteller Arthur Freiherr von Suttner. In der Folgezeit veränderte sich ihre Weltanschauung, die bisher durch ihre aristokratische Erziehung geprägt war, immer mehr. weiterlesen …


"Kultur neu denken" geht weiter… Ausblick auf die Veranstaltung Teil 3

GadollaGotha war aber auch 1945 zu Kriegsende ein besonderer Ort. Der Wehrmachtsoffizier und Gothaer Stadtkommandant Josef Ritter von Gadolla weigerte sich, den Befehl zu erfüllen, die Stadt bis zum letzten Mann zu verteidigen, ließ sie weiß beflaggen und wollte mit den einmarschierenden amerikanischen Truppen verhandeln. weiterlesen …


"Kultur neu denken" geht weiter… Ausblick auf die Veranstaltung Teil 2

Ernst der FrommeErnst der Fromme, Herzog von Sachsen-Gotha, am 25.12. 1601 in Altenburg als Sohn des Herzogs Johann von Weimar geboren und am 26.3. 1675 in Gotha gestorben. Während des Böhmischen Krieges leitete er in Abwesenheit seines älteren Bruders Johann Ernst die Landesverwaltung und machte unter Gustav Adolf und dann unter seinem jüngeren Bruder, Bernhard von Weimar, eine Reihe von Feldzügen im Dreißigjährigen Krieg mit. 1633 betraute ihn Bernhard mit der Verwaltung des Herzogtums Franken (der Bistümer Würzburg und Bamberg), das aber im nächsten Jahr durch die Niederlage der Schweden verlorenging. 1636 vermählte er sich mit der Tochter des Herzogs Johann Philipp von Altenburg, Elisabeth Sophie, und regierte in Weimar mit den Brüdern gemeinsam. Ernst der Fromme wurde 1640 durch die Teilung der altweimarischen Lande erster Herzog des gothaischen Landes. 1644 fiel ihm durch Albrechts Tod die Hälfte des Fürstentums Eisenach zu, 1660 Teile von Henneberg und 1672 durch den Tod des Herzogs Wilhelm von Altenburg Teile der koburg-altenburgischen Gebiete. weiterlesen …


Heute in einem Monat machen wir mit "Kultur neu denken" weiter …

Schloss„Der Geist von Gotha -
Fantasien für den Frieden“

Unter diesem Titel geht am 25. Juni 2010 in Gotha die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Fraktionen DIE LINKE im Bundestag und im Thüringer Landtag in eine neue Runde. Nach unseren Diskussionen über MACHT, KUNST, FREIHEIT 2006 im Panorama-Museum in Bad Frankenhausen, RELIGION, MACHT, FREIHEIT 2008 in drei Erfurter Gotteshäusern und DEMOKRATIE, FREIHEIT, MACHT 2009 im Deutschen Nationaltheater Weimar, geht es diesmal um FRIEDEN, MACHT, FREIHEIT – wieder an einem besonderen, mit dem Thema verbundenen Ort: Schloss Friedenstein.

FriedenskussDenn dieses Schloss markiert die bewundernswerte Abkehr eines deutschen Fürsten von Krieg und militärischer Macht. 1643, nach den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, ließ Herzog Ernst I. von Sachsen Gotha den Grundstein legen – und schuf damit ein Symbol für einen friedlichen Staat. Diese Grundhaltung sollte nicht nur durch den Namen des neu erbauten Schlossen zum Ausdruck kommen, sondern auch durch den „Friedenskuss“. So heißt das Emblem, das 1650 anlässlich des Westfälischen Friedens am Nordportal des Schlosses angebracht wurde. Die Justitia mit dem Friedenszweig umarmt die Schwertträgerin: „Friede ernehret, Unfriede verzehret“.



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