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Arbeit in Thüringen

Das Wochenende in Weimar

Gestern traf ich den kasachischen Theaterregisseur Bolat Atabayev, dem morgen hier in Weimar die Goethe-Medaille verliehen wird. Atabayev setzt sich in seinem Land immer wieder für demokratische Strukturen ein, wurde deshalb erst kürzlich inhaftiert – weshalb seine Teilnahme an der Preisverleihung fraglich war. (Siehe ‚Arbeit im Bundestag‘ vom 28. Juni 2012). Wir sprachen u.a. darüber, wie es mit ihm nach seiner Rückkehr nach Kasachstan weitergeht, wie man ihn schützen kann. Er hat mich eingeladen, als Abgeordnete zur Beobachtung seines Prozesses nach Kasachstan zu kommen und verspricht sich große Hilfe durch die Anwesenheit verschiedener Abgeordneter – auch des Deutschen Bundestages. Ich werde das im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik vortragen.
Schön war es, gestern Abend den Schriftsteller Volker Braun wiederzusehen, den wir vor zwei Jahren im „Café Gedanken frei“ zu Gast hatten. Er las im Schießhaus aus seinem aktuellen Buch „Die hellen Haufen“ – anschließend sprachen wir noch einen Moment, u.a. über eventuelle gemeinsame Veranstaltungen…

Los gingen meine Weimar-Tage am Sonnabend, mit der Eröffnung des offenen Jugendbüros in der Marktstraße 17, wo auch ich, zusammen mit dem Kreisverband DIE LINKE Apolda-Weimar, ein Bürgerbüro habe. Nach Erfurt und Saalfeld gibt es nun also auch in Weimar ein LINKEs Jugendbüro, wo sich junge, politisch interessierte Menschen begegnen, engagieren und einmischen können. Das kann gerne als Einladung verstanden werden… (Fotos: Reiner von Zglinicki)


Die Villa Rosenthal – jetzt wieder mit Rosengarten

Zu Beginn des Jahres hatte ich erstmals die Gelegenheit die Villa Rosenthal zu besuchen. Anlass war ein Gespräch mit dem Historiker Stephan Laudien, der mir über seine Recherchen zu den ehemaligen Besitzern und Namensgebern der Villa, der jüdischen Familie Rosenthal erzählte. Einen Bericht über meinen Besuch können Sie [HIER] nachlesen. Während des Besuchs erzählte mir die Leiterin des Hauses, Frau Ellguth-Malakov, dass das Haus Rosenthal auch wieder einen Rosengarten erhalten solle. Spontan habe ich mich bereit erklärt, dieses Projekt zu unterstützen.
Heute war es dann soweit. Symbolisch setzte die letzte Mieterin des Hauses, Frau Christine Mania ihren Rosenstock ein. Insgesamt zehn Sponsoren hatten sich gefunden und 26 Rosenstöcke wurden gepflanzt. Frau Mania (im Bild links) hatte zuvor die Rosentradition der Familie Rosenthal in lebendigen Bildern beschrieben. Sie erzählte von Rosenbögen, eingefassten Rosenrabatten und den Farbenspielen und Düften zu jener Zeit Anfang der 50er Jahre. Frau Ellguth-Malakov (rechts) dankte den Sponsoren und erinnerte nochmals an die Familie Rosenthal, deren Lebensgeschichte untrennbar mit diesem Haus verbunden sei.

Der Landschaftsplaner Stock aus Jena, der die Planung des neuen Rosengartens übernommen hat, stellte anhand alter Fotos und eines Gartenplanes die zukünftige Gestaltung vor. Leider wird es die Vielzahl von Bögen und Rabatten der Vergangenheit nicht mehr geben können. Die Pflege dafür sei zu aufwendig. Deshalb habe man sich zunächst für einen Garten entschieden. „Aber vielleicht ist das ja nur der Anfang für mehr“ äußerte er seine Hoffnung auf weitere Sponsoren.
Für mich wurden zwei birnenartig duftende Rosensträucher der Sorte „Herkules“ ausgesucht. Blütenfarbe zartrosa. Ob das ein dezenter Hinweis auf den Zustand meiner Partei gewesen sein sollte…?
Ich werde meine Rosenstöcke auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit besuchen.


Am Freitag war Weltkindertag

Der 1. Juni ist Weltkindertag. Dieses Datum ist im Westen nicht sehr präsent, aber in den neuen Ländern hat er eine große Tradition.
Auch für DIE LINKE in Weimar die Gelegenheit an die Kinderrechte zu erinnern.
Mit einem Ballonflugwettbewerb sollten die Kinderrechte, die im Übrigen am 20. November 1989 (!) von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, symbolisch in die Welt geschickt werden. An den Ballons hingen bunte Postkarten, auf denen diese Rechte aufgezählt werden. Auf die Rücksender der Karten warten kleine Überraschungen. Die drei Karten, die den weitesten Weg zurücklegen, bringen den Absendern wertvolle Sachpreise. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.


Felix Thuringia – glückliches Thüringen!

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Der doppelte Sonntag: in Schleswig-Holstein wurde die Linke aus dem Parlament gewählt. In Thüringen hatte jahrelange Arbeit für und mit den BürgerInnen der Linken Erfolg. Herzlichen Glückwunsch an (v.l.n.r.):
Katja Wolf – die neue Oberbürgermeisterin in Eisenach
Petra Enders – neue Landrätin im Ilmkreis
Birgit Keller – neue Landrätin in Nordhausen
Michaele Sojka – neue Landrätin im Altenburger Land
Vier Frauen haben im Freistaat politische Geschichte geschrieben. Geradezu sensationell ist der Erfolg von Katja Wolf, der neuen LINKEN Oberbürgermeisterin in Eisenach. Ihr Gegenkandidat wurde nicht nur von der CDU sondern auch von der lokalen SPD unterstützt. Mit fast 8 Prozentpunkten Vorsprung wurde Petra Enders Landrätin im Ilmkreis gegen den CDU-Amtsinhaber. Die Nachfolge eines CDU-Landrates in Nordhausen tritt Birgit Keller an und in einem wahren Wahlkrimi zog Michaele Sojka mit 145 Stimmen Vorsprung am parteilosen Amtsinhaber vorbei.


Zum Stadtparteitag in Erfurt

Am Samstag war ich auf dem Stadtparteitag der LINKEN in Erfurt zu Gast. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich wieder einmal den GenossInnen in der Landeshauptstadt direkt über die Arbeit in Bundestag und die Berliner Politik berichten konnte.

Zunächst sollte ich eine kurze „Nachlese“ zur Bundespräsidentenwahl halten. Ich tat dies, in dem ich nochmals die verschlungenen Wege nachzeichnete, auf der die Partei die Kandidatin Beate Klarsfeld nominierte. Und ich machte deutlich, dass ich Frau Klarsfeld für eine großartige Bundespräsidentin halten würde. Kaum jemand steht so beispielhaft für persönliches Engagement in der Politik, für einen langem Atem im Kampf gegen das Vergessen der Nazimörder in der alten Bundesrepublik.

Als zweites erläuterte ich den GenossInnen den Hintergrund und den Rahmen meiner „Kultur neu denken“-Veranstaltung am 12. und 13. Mai in Mühlhausen. Wir befinden uns mitten in der sog. Lutherdekade, die u.a. mit Millionen Euro vom Kulturstaatsminister unterstützt werden. Und während überall an Luther erinnert wird, überall nach Anlässen gefahndet wird um ihn zu ehren, bleiben andere Reformatoren unerwähnt.

Darunter Thomas Müntzer, der „Satan von Allstedt“, wie Luther ihn nannte. Von Luther dämonisiert, danach lange Zeit totgeschwiegen, in der DDR heroisiert ist es an der Zeit, einen neuen Blick auf ihn zu werfen. Ich will das, zusammen mit Birgit Klaubert und vielen interessanten Gästen tun. Darunter Margot Käßmann, Peter Gauweiler, Rabbiner Walter Homolka und der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reinhard Höppner. Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, an diesen beiden Tagen eine Neubewertung vorzunehmen und Müntzer in den Kontext zu aktueller Politik, Kultur und Religion zu stellen. weiterlesen …


Kulturkonvent: Kultur – Demokratie – Emanzipation

Am Sonnabend, 21. April 2012, 10–17 Uhr, findet im Leipziger Central Kabarett, Markt 9, 04109 Leipzig ein Kulturkonvent mit dem Titel „Kultur – Demokratie – Emanzipation“ statt. Dort werde ich zusammen mit Dr. Volker Kühlow die Eröffnungsbeiträge halten.
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Kultur kann die Konflikte dieser Welt nicht lösen. Die sächsische LINKE begreift aber Kultur als wichtige Ressource, die Gesellschaft kritisch zu reflektieren und auf ihre demokratische und emanzipatorische Veränderung zu drängen. Kultur ist „ein Mittel, den gesellschaftlichen Wandel vor Ort zu bewältigen und zu gestalten, in ihm Ideen und Visionen für Gegenwart und Zukunft zu generieren und kommunikative Räume zu eröffnen“ (Kristina Volke). Diese Kraft des kulturellen Handelns, die Potenziale der kulturellen Intervention, speziell in Sachsen auszuloten, steht im Mittelpunkt des Konvents. Dabei werden die unbestrittenen Stärken, aber auch die Defizite und Schwächen der Kulturpolitik der sächsischen Staatsregierung, unter die Lupe genommen, um unsere entsprechenden programmatischen Dokumente im Dialog mit ganz unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren aus der sächsischen Kulturlandschaft weiter zu qualifizieren.
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Es ist eine Veranstaltung vom Landesverband Sachsen, in Medienpartnerschaft mit der Tageszeitung Neues Deutschland und Radio BLAU, freies Radio für Leipzig.
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Glückwünsche für eine tapfere Filmfrau in Thüringen

(c) kinoklub am hirschlachufer30 Jahre Kinoklub in Erfurt – 30 Jahre Dagmar Wagenknecht

Eine tapfere Kämpferin für gutes Kino feiert dieser Tage ihr 30-jähriges Dienstjubiläum – Dagmar Wagenknecht vom Kinoklub in Erfurt. Ich habe mich über diese Nachricht sehr gefreut, denn Frau Wagenknecht hat über alle Stadtregenten hinweg immer nur eins im Sinn gehabt: den KinobesucherInnen gute Filme und gute Unterhaltung zu bieten.

Ich habe ihr einen Brief geschrieben und ihr zu dieser Standhaftigkeit gratuliert: „Liebe Frau Wagenknecht, 30 Jahre Kinoklub in Erfurt tragen Ihre Handschrift. Ich freue mich sehr, Ihnen zu diesem Jubiläum gratulieren zu können. Inmitten des Einheitsbreis von Hollywoodproduktionen ist der Kinoklub am Hirschlachufer unter Ihrer Regie eine Oase des niveauvollen, qualitativ hochwertigen Programmkinos geworden. Das erfordert höchsten Respekt.“ Auch DIE LINKE Erfurt, mein Ex-Kollege Frank Spieth und meine Matinee Café Gedanken frei waren mit großem Erfolg zu Gast am Erfurter Hirschlachufer. Ich freue mich jedenfalls auf die weitere Zusammenarbeit mit dieser unermüdlichen Lobbyistin für gutes Kino und anspruchsvolle Unterhaltung.


Michael Menzel unser Oberbürgermeisterkandidat für Erfurt

Michael Menzel ist der Kandidat der LINKEN für den Oberbürgermeisterposten in der Stadt Erfurt. Menzel, Arbeitersohn aus Dortmund, hat Jura studiert und jetzt eine eigene Kanzlei in der Thüringer Landeshauptstadt. Ich habe mich sehr gefreut, als er mich um meine Unterstützung für seine Kandidatur bat. Meine persönliche Botschaft dazu können Sie sich HIER anschauen.


Presseinformation: DIE LINKE unterstützt das Landestheater Eisenach

Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE aus dem Landtag und Kommunalparlamenten unterstützen die Protestaktion für den Erhalt des Eisenacher Landestheaters am Samstag. „Gemeinsam mit Kulturschaffenden, Künstlern, Bürgerinnen und Bürgern und Vertretern von Vereinen und Verbänden möchten wir ein klares und kraftvolles Zeichen für den Fortbestand der Eisenacher Bühne setzen“, unterstreicht Katja Wolf, Landtagsabgeordnete der LINKEN aus Eisenach.
Das Trauerspiel um die Zukunft des Theaters in der Wartburgstadt müsse schnellstens beendet werden. „Es ist richtig, dass sich vor Ort lautstarker Protest regt“, fügt die Kulturpolitikerin der LINKEN, Dr. Birgit Klaubert, hinzu. Zudem werde auf Antrag der LINKEN die unklare Situation u. a. des Eisenacher Theaters Thema im Landtag. „Wir werden das Thema der Theater- und Kulturfinanzierung auf die Tagesordnung der kommenden Plenardebatte setzen“, informiert die Politikerin der LINKEN.
Die beiden Abgeordneten appellieren an die Landesregierung, „ihre parteitaktischen Spielchen zu beenden und gemeinsam den Erhalt des Landestheaters zu sichern“. „Statt Kulturkannibalismus zu fördern, muss es doch um die Rettung des kulturellen Erbes und der kulturellen Angebote gehen“, sagt Katja Wolf abschließend.


Müntzerstadt Mühlhausen – kontrovers!

Mit großem Interesse habe ich diese beiden Artikel aus der Thüringer Allgemeinen vom vergangenen Mittwoch – gerade im Vorfeld unserer Müntzer-Konferenz am 12. und 13. Mai in Mühlhausen – gelesen..

 

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