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Arbeit in Thüringen

Nächster Halt Weimar? Weimar feierte dazu ein Fest

Das Banner der LINKEN zum Fest

Viele hundert Weimarer und Weimarerinnen waren am Samstag zum Bahnhof gekommen. Fantasievoll und mit vielen kulturellen Aktionen wurde immer wieder  symbolisch darauf aufmerksam gemacht: Der ICE kommt – aber er hält nicht.

Das Angebot war vielfältig: Lesungen zum Thema Eisenbahn, ein ständig kreiselnder menschlicher ICE, der nie hielt, und ein Flashmob: bei jeder ICE-Durchfahrt „erstarrte“ das Publikum für eine Minute. Dazu Musik, Clowns und Jongleure und das „offizielle“ Aktions-T-Shirt – für jeden war etwas dabei um sich zu beteiligen. Aber es wurde nicht nur protestiert: Unter dem großen Beifall des Publikums stellte Matthias Altmann von der Verkehrsgewerkschaft EVG einen alternativen Fahrplan vor: MIT ICE-Halten in Weimar.

WeimaerInnen in lila Aktions-T-Shirts formieren sich zum ProtestbildDer Höhepunkt des Festes: die TeilnehmerInnen versammelten sich vor dem Bahnhof und bildeten den Schriftzug ICE nach. Mit roten Blättern über dem Kopf zeigte sie der Bahn symbolisch die rote Karte. Mit einem Flugzeug wurde diese Aktion fotografiert.

Ich kann nur ganz im Sinne unseres Banners sagen: DRANBLEIBEN!


Der alte Chef der Klassikstiftung in Weimar ist der Neue

Das Geschacher um die Führung der Klassikstiftung in Weimar hat aus meiner Sicht einen großen politischen Schaden angerichtet. Doch jetzt haben anscheinend Vernunft und Einsicht gesiegt: Nach dem Rückzug des Favoriten des Thüringer Kultusministers Christoph Matschie, Ernst Osterkamp, wurde der alte Chef Hellmut Seemann vom Stiftungsrat einstimmig zum Neuen bestimmt.

Dazu meine Pressemitteilung:

Die Vernunft setzt sich durch

Zu der am heutigen Donnerstag in Berlin einstimmig getroffenen Entscheidung des Stiftungsrates der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen, Hellmut Seemann erneut zum Präsidenten der Stiftung zu berufen, erklärt Luc Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

„Die Entscheidung ist gut für Weimar und seine nationale Ausstrahlung. Jetzt kann die Stiftung mit der Erfahrung der Kontinuität erfolgreich in die Zukunft geführt werden. Ein schönes Beispiel dafür, dass sich die Vernunft durchsetzen kann.“


Nächster Halt Weimar? Das Fest!

Eine sehr bunte Mischung von KünstlerInnen, BürgerInnen, Bahnreisenden und anderen Betroffenen wird sich am kommenden Sonnabend am Weimarer Bahnhof treffen. Der Grund: die Beschneidung der Zughalte und damit die schrittweise Abkopplung Weimars vom Fernverkehr. Das DNT, das Jugendtheater, die Musikschule, die Kulturdirektion, der Stadtsportbund – ich kann nicht alle Beteiligten aufzählen.

Ich kann wegen eines anderen Termins leider nicht selbst an diesem Fest teilnehmen – aber ich habe mir ein paar Gedanken zur Situation gemacht und sie in diesem – sehr ernst! – gemeinten Text den Veranstaltern zur Verfügung gestellt:

Nächster Halt – Weimar??

Bericht über eine durchaus wahrscheinliche Odyssee

Es ist mal wieder soweit. Es ist Sonntag und in Weimar findet meine monatliche Matinee „Café Gedanken frei“ statt. Es ist mir wieder gelungen, einen namhaften Schriftsteller, nennen wir ihn Herrn M., zur Vorstellung seines neuen Buches nach Weimar zu holen.

Und damit fangen die Schwierigkeiten bereits an.

Eigentlich fährt Herr M. , er wohnt in Nürnberg, sehr gern mit der Bahn. Aber um rechtzeitig in Weimar zu sein, zwingt in die Bahn zum Umsteigen in Fulda und dann in Erfurt. In Fulda ist es ein normaler ICE-Anschluss, der ihn auf die Strecke nach Erfurt bringt. In Erfurt hat er jedoch 15 min Aufenthalt um dann mit einem Regionalzug weiter nach Weimar zu bummeln. Der ICE ist vorher schon in Weimar gewesen, hat aber leider dort nicht gehalten. Das ist Herrn M. zu umständlich und dauert ihm zu lange, also fährt er mit dem Auto. Und weil er mit dem Auto kommt, fährt er natürlich auch mit dem Auto wieder nach Hause. Der Bahn ist da egal.

Weil die Bahn meint, dass der ICE nicht in Weimar halten soll.

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Besuch aus Thüringen

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Weimarer Handwerksbildungszentrums kam am Mittwoch auf meine Einladung für einen Tag nach Berlin, um u. a. das Reichstagsgebäude zu besichtigen und an einer Plenarsitzung teilzunehmen. 12 Uhr traf ich die Jugendlichen in unserem Fraktionssaal, erzählte beispielsweise von meinem Weg in die Politik, berichtete über die Arbeit unserer Fraktion und stand für jegliche Fragen zur Verfügung.


Die „Thüringer Allgemeine“ über die nächste Veranstaltung der Reihe „Kultur neu denken“

Am Sonnabend war ich auf dem Neujahrsempfang der Linken in Mühlhausen zu Gast und berichtete u. a. über diese geplante Veranstaltung, die 2012 in Mühlhausen stattfinden soll. Gemeinsam mit der Thomas-Müntzer-Gesellschaft, Thomas T. Müller von den Mühlhäuser Museen, Kirchenvertretern und Wissenschaftlern möchte ich versuchen, den Theologen Müntzer in ein anderes Licht rücken. In der Thüringer Allgemeine vom Montag heißt es weiter: „Die Fragen der Freiheit der Religion und der sozialen Gerechtigkeit bieten viel ‚Deckungsgleichheit‘ und Diskussionsstoff. Vor diesem Hintergrund sollten sich insbesondere die Linken stärker mit der Reformation auseinandersetzen, so Jochimsen.“
Den kompletten Artikel zum Neujahrsempfang können Sie [HIER] nachzulesen.


Ein Briefwechsel zum DB-Skandal in Weimar

Die Deutsche Bahn hatte Ende 2010 in massivem Umfang Weimar vom Fernverkehr abgeschnitten, wogegen ich mit einem Brief an Bahnchef Rüdiger Gruber protestiert habe.

Am 24. Dezember wurde dieser von der Thüringischen Landeszeitung unter der Überschrift „Jochimsen unterstützt Protest“ aufgegriffen: „MdB Luc Jochimsen (Linke) unterstützt die Proteste gegen die wegfallenden ICE-Halte. ‚Ich halte es für einen Skandal und der Bedeutung von Weimar entsprechend für vollkommen unangemessen, Zugreisende nach Weimar zum Umsteigen in Erfurt zu zwingen‘.

Vergangene Woche erhielt ich folgende Antwort von Volker Hädrich, dem Konzernbevollmächtigten für den Freistaat Thüringen: Lesen

Heute habe ich erneut an Bahnchef Grube geschrieben:

Sehr geehrter Herr Grube,

vielen Dank für Ihre Antwort auf mein Schreiben vom 22. Dezember 2010 welche mir durch Herrn Hädrich übermittelt wurde. Es freut mich sehr, dass Sie die herausragende kulturelle und touristische Bedeutung Weimars würdigen. Umso erstaunlicher finde ich es dann, wenn Sie Zugpaare streichen und BürgerInnen, die nach Weimar reisen wollen, zusätzliche Wege und Fahrzeiten aufbürden. Ich will Ihnen dies an einem ganz konkreten Beispiel verdeutlichen: weiterlesen …


Mitarbeit im Kuratorium des Kunsthauses Gera

Seit kurzem bin ich Mitglied dieses Gremiums – was mir eine ganz besondere Freude ist und sicherlich eine interessante Aufgabe sein wird. Für die Otto-Dix-Sammlung in Gera wurden seit längerem adäquate Möglichkeiten der Präsentation gesucht, da die Ausstellungsräume im Geburtshaus des berühmten Künstlers des 20. Jahrhunderts viel zu klein waren. Als die Bundesbank ihre Filiale in Gera auflöste, war die Idee schnell geboren, dieses fast neue Gebäude zu einem Kunsthaus umzugestalten. Nicht nur der international anerkannte Architekt des Gebäudes, David Chipperfield, die ideale Lage in einem Kultur-Areal mit Geburtshaus, Orangerie und Theater, sondern auch die Größe des Hauses rufen geradezu nach einer solchen Lösung.
Dem Kuratorium gehören Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Politik an und unsere Aufgabe besteht darin, den Umbau mit Rat und Tat zu fördern, das bürgerschaftliche Engagement zu verstärken und viele Kunst- und Kulturfreunde dazu animieren, dieses Vorhaben ebenfalls zu unterstützen.

Übrigens bin ich über den Vorsitzenden des Geraer Stadtrates und Abgeordneten der Linken im Thüringer Landtag, Dieter Hausold, zu dieser Aufgabe gekommen. Er hatte mich dem Kuratorium vorgeschlagen, sicherlich auch, um eine „linke Stimme“ dort vertreten zu haben – der Vorschlag wurde angenommen und ich freue mich auf diese Mitarbeit.


Der Freitag in Erfurt – mein ganz persönlicher Tag des Ehrenamtes

Im Gespräch mit Erfurts Oberbürgermeister

Er begann mit der Verleihung des Bürgerpreises der Sparkassenstiftung Erfurt-Weimar. Dieter Bauhaus, der Sparkassenchef, hatte mich eingeladen, in diesem als Jurorin bei der Preisvergabe mitzuwirken. Eigentlich hätten alle eingereichten Vorschläge einen Preis verdient. Ich habe mich daher gefreut, dass meine persönlichen Favoriten auch ausgezeichnet worden sind: Ebba Streblow aus Erfurt, die sich seit Jahren für die Kinder von MigrantInnen und aus sozial-schwachen Familien engagiert. Sie organisiert Sprachunterricht, leistet Unterstützungsarbeit für die Familien und organisiert damit gesellschaftliche Teilhabe – vorbildlich. weiterlesen …


Ein Artikel über meinen Besuch in Mühlhausen am Donnerstag

Die Tageszeitung berichtet im Mühlhäuser Lokalteil vom Freitag über mein Treffen mit den Initiatoren des Projektes „Kunst in Kirchen“, meine Thüringen-Tour insgesamt und eine Veranstaltung, die ich für das Jahr 2012 plane: „Auf kulturellen Pfaden – Luc Jochimsen von der Bundestagsfraktion der Linken will in Mühlhausen Luther-Veranstaltung“. In dem Bericht heißt es beispielsweise: „Die Bundestagsabgeordnete wandelt derzeit eine Woche auf kulturellen Pfaden in Thüringen. Die Menschen würden heutzutage mehr wollen, nicht nur Natur oder kulinarische Genüsse, sondern immer in Verbindung mit Kultur, mit Erlebnissen. Sie sei der Auffassung, die Kommunen müssten viel mehr in Kultur investieren, um Anreize für den Besuch einer Region zu schaffen.“ Und in der Tat möchte ich 2012, innerhalb der Luther-Dekade, eine Veranstaltung zu Müntzer organisieren – denn immer wird über den Reformator geredet, nirgends jedoch über Thomas Müntzer.

Und so sah mein kompletter Tag in Mühlhausen aus: weiterlesen …


Am Mittwoch in Weimar & Erfurt

Der Tag endete mit Stöber-Art im Erfurter Stöberhaus

Der Mittwoch begann zunächst im Handwerksbildungszentrum Weimar, wo ich mir ein Bild von der überbetrieblichen Ausbildung in dieser Einrichtung machen wollte. Anlass war die Besucherreise, die die Jugendlichen auf meine Einladung im März 2011 nach Berlin machen werden. Ich war begeistert, von den Ausbildungs- und Weiterbildungsangeboten, die mir der Ausbilder, Herr Buchwald und die Sozialarbeiterin, Frau Ast, präsentierten. An modernsten Maschinen lernen die jungen Menschen in den Bereichen Holz, Metall, Kunststoff, Bau- und KFZ-Handwerk. Für viele von ihnen ist es eine letzte Chance, noch eine fundierte Berufsausbildung zu erhalten.
In einer lockeren Gesprächsrunde erläuterte ich die Arbeit einer Oppositionsabgeordneten im Bundestag. Bei der Frage nach den direkten Folgen der Berliner Politik kam die Diskussion auf die Aussetzung der Wehrpflicht, was die meisten jungen Männer in der Runde bedauerten. Wäre es doch eine Möglichkeit, nach der Ausbildung „etwas Sinnvolles“ zu machen. Grund für diese Meinung ist, dass die meisten von ihnen nach der Ausbildung die Arbeitslosigkeit erwarten – oder einen Job im Westen. Wenn aber alle im Westen arbeiten, welche Zukunft hat dann Thüringen? Nachdenklich verließ ich das HBZ.
Müssen die Menschen, insbesondere aus dem Osten, immer zu ihrer Arbeit ziehen? Oder geht es nicht auch umgekehrt? weiterlesen …


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