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Publikationen

Bücher:

  • Zigeuner heute: Untersuchung einer Außenseitergruppe in einer deutschen Mittelstadt, Enke Verlag, Stuttgart, 1963
  • Hinterhöfe der Nation: Die deutsche Grundschulmisere, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1971
  • Sozialismus als Männersache oder kennen Sie ‘Bebels Frau’?: seit 100 Jahren ohne Konsequenz, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1978
  • Telegramme aus London, Konkret-Literatur-Verlag, Hamburg, 1986
  • Warenhaus Journalismus – Erfahrungen mit der Kommerzialisierung des Fernsehens, Picus Verlag, Wien, 2004
  • Dieses Jahr in Jerusalem. Theodor Herzl – Traum und Wirklichkeit, Aufbau Verlag, Berlin, 2004

Kultur für Jedermann

in: Freitag

Mit einem Staatsziel Kultur werden wir erst die Kultunation, die wir sein wollen

Es stimmt schon: Weder Mann, noch Frau wird sich etwas kaufen können für das „Staatsziel Kultur“. Keine Konzertkarte. Kein Theaterticket. Keinen Museumsbesuch. Leider auch keinen Musik-, Mal-, Tanzkurs oder Bücher und Bilder. Aber es wird schon einen Unterschied machen, ob sich unser Staat, unsere Gesellschaft in der Verfassung ausdrücklich dazu verpflichtet, die Kultur zu schützen und zu fördern – oder eben nicht.

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Es lebe „Beppe-grillo.it“!

in: Neues Deutschland

Es war einmal ein Bundeskanzler, der sagte mit vollem Ernst: “Sollte Silvio Berlusconi noch einmal Ministerpräsident Italiens werden und seine Besitzverhältnisse an den Privatsendern nicht verändert haben, dann muss Europa handeln. Regierungschef, reichster Mann des Landes und Medienmogul zu sein… das widerspricht einfach den Regeln einer westeuropäischen Demokratie.“

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Bitte Aussteigen!

in: Neues Deutschland, Beilage „60 Jahre Israel“

Dienstag, 6. Mai im Fraktionssaal der LINKEN im Bundestag
Der Witz geht so: “Sitzen zwei Juden in einem Eisenbahnabteil. Der eine liest, der andere jammert. Jedesmal, wenn der Zug in einen Bahnhof einfährt, ächzt und stöhnt er zum Gott Erbarmen. An einem gewissen Punkt kann sein Gegenüber es nicht mehr wortlos ertragen und fragt:
„Was soll dieses Jammern und Stöhnen? Mit jeder Bahnstation wird es schlimmer und schlimmer!“
Antwortet der andere: „Soll ich vielleicht nicht jammern und klagen, wenn ich bei jedem Bahnhof sehe, dass ich mich immer weiter von meinem Reiseziel entferne – ich sitze im falschen Zug, ich fahre in der umgekehrten Richtung. „Ja, warum steigen Sie denn nicht aus? Sofort! Beim nächsten Halt!“ Erwidert der andere voller Verzweiflung –

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Kultur ist immer Aufbruch und Festhalten an Erinnerung

in: politik und kultur, März – April

Erfahrungen mit der Arbeit im Parlament

Politische Positionen werden von Biografien überschattet, deshalb eine private Bemerkung vorweg:

Kunst und Kultur waren für mich immer ein Lebenselixier, schon als Kind, vor allem unmittelbar nach Kriegsende. Ich war 10 Jahre alt. Wir waren arm, hatten wenig zu essen, kaum etwas anzuziehen. Das Trauma des Krieges, die Todesangst war kaum überwunden. Aber dann waren da Theateraufführungen, Hörspiele, Konzerte, das Kino, Bibliotheken, Zeitungen …
Das bedeutete Leben, Aufbruch, Lebenselixier. Das ist immer noch der Ausgangspunkt für mein Verständnis von Kultur- und damit auch von Kulturpolitik. Und zwar auf dreifache Weise.

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Wenigstens eine Stimme dagegen setzen

in: attac-Beilage „Neuland“

Zu Kultur, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, einem Bezirk mit vielen jungen Leuten und Kindern, gibt es an der Ecke Danziger Strasse – Senefelderstrasse eine Buchhandlung, die den Namen von Käthe Kollwitz trägt. Der Buchladen ist klein und muss mit seinen vier bis fünf Mitarbeitern täglich vor allem die Scharen von Leserinnen und Lesern bedienen, die sich abseits des Mainstreams zugleich informieren und unterhalten wollen. Ich war eher zufällig in dieser Gegend, und ich hatte auch nicht vor, an diesem Tage ein Buch zu kaufen. Aber eines beeindruckte mich sehr: Die Buchhandlung warb mit dem Spruch Bücher sind Lebensmittel. Welch eine treffende Formulierung!

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2007 – war´s das?

in: Neues Deutschland

Wir machen´s mal anders und gehen rückwärts durch die Zeit:

15.12.: UNSER MARCO IST FREI! Ein deutscher Held, dem alle Zeitungen ihre Titelseiten samt Sonderausgaben widmen, mit dem die nationale Nachrichtensendung „Tagesschau“ nicht nur ihr Programm beginnt, sondern dem sie ein Drittel der Sendezeit einräumt inklusive Aussage der Bundeskanzlerin, die sich erfreut zeigt, dass der Junge nun wieder zuhause ist. Irgendwie geht mir die Frage nicht aus dem Sinn: welche Art von Held ist dieser Heimkehrer eigentlich? Hat er Leben gerettet? Eine nobelpreiswürdige Erfindung gemacht? Unserem Land zur besonderen Ehre gereicht?

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Informatives Kompendium über das deutsche Kulturleben

in: politik und kultur, Januar-Februar

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DIE LINKE hat die Einsetzung einer Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ in der 15. Legislaturperiode wie auch ihre Fortsetzung in der 16. Legislatur nachdrücklich unterstützt. 30 Jahre nach der letzten großen Untersuchung des Bundestages zum Thema Kultur war es hohe Zeit, die veränderte Situation zu analysieren und Handlungsempfehlungen für den Gesetzgeber zu entwickeln. Nach der Wiedereinsetzung konnte sich DIE LINKE – nunmehr wieder eine Fraktion – aktiv in die Arbeit der Enquete-Kommission einbringen.

Für meinen Fraktionskollegen Hakki Keskin und mich als Mitglieder der Kommission waren dabei folgende Gesichtspunkte von besonderer Bedeutung:

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Wie der Ausbruch eines Vulkans

in: Freitag

Notizen aus Kalkutta und Delhi. Und plötzlich war Krieg

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Vorbemerkung:

Vom 19.-24. November 2007 war ich als Mitglied einer Delegation des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien in New Delhi, Kalkutta und Bombay. Gesprächspartner waren unter anderem: Parlamentarier, Zeitungsverleger und ihre journalistischen Teams, neugegründete Fernsehsender und ihre Mitarbeiter, Künstler, Autoren, der Oberbürgermeister von Kalkutta …

SCHREI KALKUTTA! So titelten am 22. November die beiden großen Tageszeitungen „The Times of India“ und „The Telegraph“ und berichteten in Sonderausgaben über Ausnahmezustand, Einmarsch der Armee, Ausgangssperre…
„It´s a battlefield out here“.
Wir waren am 21. November morgens aus Delhi angekommen. Die Fahrt vom Flughafen zum edlen Hotel Oberoi mitten in der Innenstadt zog sich hin. Unser Bus wurde von einer Polizeieskorte durch das übliche Verkehrschaos gelotst. Da tobte der Straßenkampf schon vier Stunden, ohne dass uns etwas auffiel.

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Aus zwei mach eins

in: Freitag

Enquete-Kommission des Bundestages zur Kultur in Deutschland

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Über tausend Seiten Text, 465 Handlungsempfehlungen, gut vier Jahre Arbeit in der 15. und 16. Legislaturperiode, geleistet von mehr als 40 Abgeordneten und Sachverständigen, die sich wiederum auf 24 öffentliche Anhörungen und 12 Gutachten beziehen konnten… in solch einem Bericht möchte man meinen, müsste doch auch etwas darüber zu erfahren sein, dass „Kultur in Deutschland“ 40 Jahre lang in zwei Gesellschaften geschaffen, betrieben, gefördert, gefeiert, kritisiert wurde, dass es also zwei Kulturen gab – und zwar nicht parallel nebeneinander, sondern ganz bewusst auch gegeneinander in Position gebracht und ausgespielt.

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Anknüpfen!

in: Neues Deutschland

Sonderseite zum Abschlussbericht der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“: mit Auszügen aus dem Bericht sowie linkem Sondervotum.

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