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Publikationen

Bücher:

  • Zigeuner heute: Untersuchung einer Außenseitergruppe in einer deutschen Mittelstadt, Enke Verlag, Stuttgart, 1963
  • Hinterhöfe der Nation: Die deutsche Grundschulmisere, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1971
  • Sozialismus als Männersache oder kennen Sie ‘Bebels Frau’?: seit 100 Jahren ohne Konsequenz, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1978
  • Telegramme aus London, Konkret-Literatur-Verlag, Hamburg, 1986
  • Warenhaus Journalismus – Erfahrungen mit der Kommerzialisierung des Fernsehens, Picus Verlag, Wien, 2004
  • Dieses Jahr in Jerusalem. Theodor Herzl – Traum und Wirklichkeit, Aufbau Verlag, Berlin, 2004

Fatale geschichtspolitische Leitkultur

in: Neues Deutschland (Artikel von Thomas Flierl und mir)

In Berlin soll ein »Freiheits- und Einheits-Denkmal« auf den Sockel des Wilhelminischen Nationaldenkmals
Noch in dieser Woche behandelt der Bundestag einen Antrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD, „in Erinnerung an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und an die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands ein Denkmal der Freiheit und Einheit Deutschlands“ zu errichten, „das zugleich die freiheitlichen Bewegungen und die Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte in Erinnerung ruft und würdigt.“ Das Denkmal soll im Jubiläumsjahr 2009 in der Mitte Berlins errichtet werden. Die „Deutsche Gesellschaft e.V.“, die seit vielen Jahren für das Denkmal wirbt, favorisiert den leeren Sockel am Schlossplatz, wo seit 1897 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Erinnerung an die Reichseinigung unter preußischer Vorherrschaft das Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm I. stand.

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Wunschzettel an Frank Plassberg

in: Neues Deutschland

Die erste Sendung war eine Sternstunde öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Da waren sich fast alle Kritiker einig. Als Kommentatorin des ND sollte ich mich da eher zurückhalten, wer weiß, ob es dem Mann und seinem Programm nicht schadet, wenn „aus dieser Ecke“ ausgerechnet Lob kommt. Dennoch gilt festzuhalten: Die Entscheidung mit der ersten Sendung von HART ABER FAIR in der ARD gewissermaßen am Vorabend des SPD-Parteitages das Thema sozialdemokratischer Politik aufzunehmen, es dann auch noch mit diesem Personal (Peer Steinbrück und Gregor Gysi) zu besetzen, und dann so an die Sache heranzugehen, hart aber fair eben, dazu gehört wirklich Mut und er hat sich gelohnt!

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Kafka forever?

in: Freitag
Eine Behörde ist eine Behörde ist eine Behörde. Möchte man meinen. Aber dann gibt es in unserem Land noch eine ganz besondere Behörde: das 100-Millionen-Euro-Institut zur Archivierung, Aufklärung und Aufarbeitung von geschätzten drei bis vier Millionen Akten aus der Hinterlassenschaft der DDR-Staatssicherheit. Die B-BEHÖRDE, großgeschrieben, nach ihrer derzeitigen Leiterin benannt, Marianne Birthler.

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Mahnmal für die Opfer der gegenwärtigen Kriege

in: Neues Deutschland

„Streitfrage: Brauchen wir ein Soldatendenkmal?“

Als „Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt“, kurz IBUK genannt, bleibt Verteidigungsminister Franz Josef Jung dabei: das Soldaten- Ehrenmal wird errichtet. Und zwar am von ihm vorgesehenen Standort und in der von ihm ausgewählten Form. Aller Kritik innerhalb und außerhalb des Parlaments zum Trotz. Irgendwann 2008 wird es sie geben, die Steinmauer am Bendlerblock, 41 Meter lang, zehn Meter hoch, acht Meter breit, in Bronze gehüllt, mit der Inschrift „Den Toten der Bundeswehr. Für Frieden, Recht und Freiheit“.

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Ministermahnmal – auf Vorrat

in: Neues Deutschland

Wie gut, dass es Zeitungen gibt! Ohne sie hätten wir keine Ahnung, dass demnächst in Berlin ein Denkmal für die im Dienst ums Leben gekommenen Soldaten und Mitarbeiter der Bundeswehr errichtet werden soll.Seit Monaten wird in den Medien über dieses Denkmal berichtet, spekuliert, offenbar Falsches und Zutreffendes durcheinander gebracht – und alles nur deshalb, weil der Auftraggeber, der Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), weder das Parlament noch die Bürgerinnen und Bürger informiert – geschweige denn in seinen Plan einbezieht.

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Wer soll sich da mit wem versöhnen?

in: politik und kultur, März-April

Faksimile des Artikels

In Ihrer Koalitionsvereinbarung haben CDU/CSU und SPD festgelegt, dass in dieser Legislaturperiode ein sichtbares Zeichen zum Thema Vertreibung gesetzt werden soll. Auch die Bundeskanzlerin warb in ihrer Antrittsrede intensiv aber vor allem widersprüchlich für ein Vertriebenen-Zentrum in Berlin – „als Geste der Versöhnung“. Unsere Fraktion fragt: Wer soll sich da mit wem versöhnen?

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Unterwegs in Weimar mit „Rhetorischer Kultur“

in: Palmbaum

Vorbemerkung:
Also, „Wir leben in einer rhetorischen Welt. Wirkung zählt, nicht Wahrheit.“ Dieser Textanfang von Peter Krause liest sich schön, aber was bedeutet er?
Zunächst referiert der Autor die Wahrheit beziehungsweise die Fakten:
- „Die Vielfalt der Kulturlandschaft ist ein Charakteristikum Thüringens.
- Die Kulturausgaben im Gesamthaushalt sind vergleichsweise gering.
- Die geplanten Einsparungen entsprechen 0,13 Prozent des Gesamthaushaltes.

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Wunschzettel an Anne Will

in: Neues Deutschland

Eine Vorbemerkung: Keine Zeitung hat die nationale Medien-Aufgabe, die unser öffentlich-rechtliches Fernsehsystem, Unterabteilung ARD, in letzter Zeit zu bewältigen hatte, so schön beschrieben wie die FAZ am 7. Februar. Zitat: »Gut dass wir in unserem Land so ausgiebig über Anne Will gesprochen haben. So ernst und ordentlich, als ginge es um die Klima-Katastrophe oder um vorgezogene Bundestagswahlen. Tatsächlich hätte, wären die Intendanten nicht zu Potte gekommen, der Bundespräsident das Verfahren an sich ziehen müssen.«

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Der "Gedächtnispalast“

in: Neues Deutschland

Den Anfang machte wieder mal „Der Spiegel“. Am 11. Dezember war in Deutschland Panorama zu lesen: „Palast-Abriss noch teurer…in Berlin explodieren die Kosten…und auch der Terminplan ist Makulatur: die Ruine wird nicht wie erwartet im nächsten Jahr verschwunden sein, sondern erst etwa anderthalb Jahre später.“ Wer hätte das gedacht? Wer hatte es geahnt? Wen hat es interessiert? Aber nun lag die Meldung vor und die Medien hatten damit umzugehen. Und wie sie es taten, ist einen Pressespiegel wert.

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Der (bislang) Fünfjährige Krieg

in: Neues Deutschland

Es gab den Dreißigjährigen und den Siebenjährigen Krieg und Kriege davor, danach und dazwischen – und Millionen Menschen wähnten sich selbst im Frieden, weil die Schauplätze der Schlachten woanders waren und die Nachrichten von den Niederlagen wie den Siegen, den Toten und Verletzten lange Zeit brauchten, bis sie überall hingelangten.
Seit dem 11. September 2001 leben wir im (bislang) Fünfjährigen Krieg
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