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Ein Rückblick auf die Veranstaltung zu Moses Hess in Bonn am 21. Juni 2012

"Der rappelvolle Saal"
"Der rappelvolle Saal"
Die Musikgruppe Cellodion
Die Musikgruppe Cellodion
Der Schauspieler Lars-Krückeberg liest Texte von und über Moses Hess
Der Schauspieler Lars-Krückeberg liest Texte von und über Moses Hess
Feza Inan liest Texte von und über Moses Hess
Feza Inan liest Texte von und über Moses Hess

 

Das Podium v.l.n.r.: Gregor Gysi, Andrej Hermlin, Prof. Dr. Mario Keßler und Luc Jochimsen
Das Podium v.l.n.r.: Gregor Gysi, Andrej Hermlin, Prof. Dr. Mario Keßler und Luc Jochimsen
Abendlicher Ausklang
Abendlicher Ausklang
Gregor Gysi im Gespräch
Gregor Gysi im Gespräch

21. Juni 2012

Vertreter der Linken besuchten Synagogen-Mahnmal

Gregor Gysi erinnerte an Moses Hess

Von Cem Akalin

Bonn.  Luc Jochimsen ist früh da. Die kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke sitzt auf der Bank am Jüdischen Mahnmal in Bonn am Moses-Hess-Ufer unterhalb der Kennedy-Brücke. Neben ihr Susanne Rhode von der Beueler Initiative gegen Fremdenhass. Rohde hat der Berlinerin schon jede Menge erzählt, als Gregor Gysi eintrifft.

Den gesamten Artikel können Sie [HIER] lesen!

Tagebuch vom 21. Juni 2012

„Ich müsste zum Moses-Hess-Ufer in Bonn“, sagte ich dem Taxi-Fahrer am Flughafen. Er hantierte mit seinem Navigationsgerät. „Moses-Hess-Ufer in Bonn gibt es nicht“, meinte er. „Schauen Sie selbst“.
Also fahren wir zum ehemals Erzbergerufer, unterhalb der Kennedy-Brücke beim Hotel Hilton. Das findet das Navigationssystem. Als wir hinter dem Hilton einbiegen, taucht ein doppeltes Straßenschild auf – links Erzbergerufer und rechts Moses-Hess-Ufer – ganz neu das Schild, als wäre es erst gestern oder vorgestern angebracht worden. Da ist dann auch das Denkmal zu finden für die vertriebenen und ermordeten Juden Bonns: Eine zerborstene Backsteinmauer, Überreste der 1879 eingeweihten Synagoge, die am 10. November 1938 in Brand gesteckt worden war.
Hinter ihr und um sie herum befand sich das Bonner Judenviertel, befand sich die Tempelgasse, in der das Haus stand, in dem Moses Hess 1812 geboren wurde.
Heute dehnt sich hier wohnlich und schön gelb angestrichen das Hilton Hotel aus. An einer Stelle der zerborstenen Mauer ist eine Bronzetafel angebracht mit folgendem Text:

„Stelle, o Ewiger
Ihnen eine Warnung hin.
Erfahren sollen die Völker,
dass sie alle Menschen sind.“

Hinter der zerborstenen Denkmalsmauer ist die Uferböschung zum Rhein hin. Und direkt unterhalb liegt ein schneeweißer Ausflugsdampfer fast vertäut. „Poseidon“ – das Party-Schiff. Das ist also der Ort, wo die Erinnerung an Moses Hess an diesem 20. Juli 2012 beginnt.