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„Meine Woche“ in der Thüringer Allgemeine

Die Thüringer Allgemeine lässt in ihrer Serie „Meine Woche“ Abgeordnete aus Thüringen zu Wort kommen, die über ihre Pläne, Treffen und Termine der kommenden Tage berichten. Im Teil 10 dieser Reihe, der am Montag erschienen ist, gebe nun ich einen Ausblick auf diese Woche, nachgefragt von TA-Redakteur Wolfgang Suckert:

Die kommende Woche beginnt für mich am Montag um 12.00 Uhr in München. Der Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik hält eine auswärtige Sitzung mit dem Präsidium der Goethe- Institute in der bayerischen Hauptstadt ab. Es geht um die benötigten Gelder für 2012, neue Schwerpunkte, vor allem auch um Initiativen im arabischen Raum.
Rückflug um 18.50 Uhr.
Am Dienstagmorgen um 8.00 Uhr muss ich mich eigentlich zweiteilen. Die thüringisch-hessische Landesgruppe meiner Partei trifft sich und 15 Minuten später setzen sich die Obleute des Unterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik zusammen. In einem Fall geht es um die Ost-West-Arbeit unserer Fraktion, im anderen auch um die Erfahrungen in Peking während der Ausstellungseröffnung „Kunst der Aufklärung“ und die Verhaftung des Künstlers und Bürgerrechtlers Ai Weiwei. Nur gut, dass beide Treffen im Abgeordnetenrestaurant stattfinden. Da sind die Wege nicht allzu lang.
Der Nachmittag wird beherrscht von der Fraktionssitzung mit dem schwierigen Thema: „Auswirkungen der Wahlschlappen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf unsere Arbeit“.
Hoffentlich habe ich dann noch die Kraft und den Elan, ins Berliner Ensemble zu gehen, da lockt nämlich die Premiere von Frank Wedekinds „Lulu“ in der Regie von Robert Wilson. Da wäre ich gerne dabei. Mittwochmorgen muss Büroarbeit erledigt werden. Ab 14.00 Uhr beherrscht dann die Arbeit im Kulturausschuss alles. Erst das Obleute-Gespräch, dann die Sitzung. Diesmal besonders spannend: Der Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) wird die zwei Siegerentwürfe des Wettbewerbs für das Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin vorstellen und den Ausschuss zur Mitentscheidung auffordern. Anschließend folge ich als Vorsitzende der deutsch-irischen Parlamentariergruppe einer Einladung des Botschafters von Irland, Dan Mulhall, zu einer besonderen Geschichtslektion: Vor 90 Jahren wurde in Deutschland die erste Vertretung Irlands errichtet und machte auf den Unabhängigkeitskampf aufmerksam. Das war im Jahr 1921, also mitten in der Weimarer Republik.
Das ist also nur die erste Wochenhälfte was dann noch kommt sind unter anderem einige Plenarsitzungen, eine Konferenz der kulturpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Linken aus allen Bundesländern am Freitag und am Sonntag das Café „Gedanken frei“ in Weimar.